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Ein Blick auf das Zechengelände (hinten der Lidl-Markt): Gut zu erkennen sind die quadratischen Vertiefungen, in denen sich die Fundamente für die Gebäude-Stützpfeiler befinden.

Alle Flächen vermietet

Viele gute Nachrichten in Disteln

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HERTEN-DISTELN - Zwar haben einige Probleme auf dem Gelände und mit dem Genehmigungsverfahren dazu geführt, dass die Bauarbeiten auf der Distelner Zechenbrache um etwa einen Monat zurückgeworfen wurden. Dafür überbringt Investor Hans-Jürgen Weber (Immokonzept, Osnabrück) jedoch im Gespräch mit unserer Redaktion viele gute Nachrichten. Die letzten Flächen sind inzwischen vermietet – und zwar mit einem interessanten Branchen-Mix von Eiscafé bis Schreibwaren.

Die Eckpfeiler der Planung sind hinlänglich bekannt: neuer toom-Baumarkt, Anbau für Rewe (inklusive öffentlicher Toilette), Neubau für Aldi, „dm“ zieht ins alte Aldi-Gebäude, 300 Parkplätze (siehe „Daten und Fakten“).

Einige Schmankerl sind mit dabei

Doch in den vergangenen Wochen hat Hans-Jürgen Weber noch einige „Schmankerl“ akquiriert. „In den bisherigen Distel-Grill 2 am Dorfplatz zieht ein Eiscafé ein – das ist unter Dach und fach“, sagt er. Auch das 1 300 Quadratmeter große Dienstleistungsgebäude zur Kaiserstraße hin sei jetzt belegt. Unter anderem ziehen hier Ärzte, ein Schreibwarenhandel, ein Friseur und Reisebüro ein.

Allerdings: Die ursprüngliche Zeitschiene ist etwas aus den Fugen geraten. Der Aldi-Markt, der am 1. September als erstes neues Geschäft auf dem Zechengelände starten sollte, wird etwa einen Monat später eröffnen. Und die Fertigstellung des gesamten Areals – bisher für den 1. März 2017 vorgesehen – könnte sich bis April verschieben. Ein wesentlicher Grund, so Weber, seien die Schadstoffe der früheren Textilreinigung Molerus, die im Boden schlummern. Der Kreis Recklinghausen als zuständige Umweltbehörde verlange Nachbesserungen beim Sanierungskonzept. Erst wenn diese erledigt sind, erhält Weber die endgültige Baugenehmigung.

Förderschacht sorgt für Verzögerungen

In drei bis vier Wochen könne das soweit sein, hofft er. Bisher rollen die Bagger auf der Grundlage von drei Teilgenehmigungen für einzelne Abschnitte auf dem 32.400 Quadratmeter großen Gelände. Für weitere Verzögerungen sorgte die Anhebung der Abdeckung eines alten Förderschachtes auf das künftige Gelände-Niveau. Doch inzwischen könne tatsächlich gebaut werden. Gut sichtbar sind auf dem Gelände die quadratischen Vertiefungen, in denen sich die Fundamente für die Gebäude-Stützpfeiler befinden. „Das ist das erste Zechengelände, das ich jemals überplant habe – eine Lebenserfahrung“, berichtet Hans-Jürgen Weber und lacht. „Ich bade alles aus, was die Vorbesitzer nicht erledigt haben.“ Ein zweites Projekt dieser Art wird der 66-Jährige wohl auch nicht mehr in Angriff nehmen.

Er schielt jedoch auf ein anderes Vorhaben. Wenn der toom-Baumarkt im Herbst in das neue Domizil auf dem Zechengelände umgezogen ist, steht der bisherige Gebäude-Komplex leer. Er befindet sich im Eigentum eines Frankfurter Unternehmens. Weber möchte die Immobilie kaufen. „Die Chancen stehen nicht schlecht. Und einen Mieter hätte ich auch schon“, sagt er. Es handele sich um ein Baumarkt-ähnliches Sortiment, das dem toom-Markt nicht etwa Konkurrenz machen, sondern ihn ergänze.

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