Anzeige erstattet

Hund beißt Joggerin in den Arm

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HERTEN - Eine entspannte Joggingrunde wollte eine Studentin aus Herten vergangenen Sonntag (6. Januar) drehen. Mit Musik auf den Ohren startete sie am Nachmittag Richtung Katzenbusch – und kehrte mit einer Bisswunde am Oberarm heim. Um 15.45 Uhr hatte die 20-Jährige auf der Wiese hinter der Gaststätte Katzenbusch eine verhängnisvolle Begegnung mit einem Hund.

Das freilaufende Tier – groß und mit cremefarbenem, längerem Fell – habe sie angegriffen und in den Arm gebissen, berichtet die junge Frau. Die Halterin habe nach dem Hund gerufen, doch der sei unbeeindruckt an ihr hochgesprungen und knurrte. Geschockt rief die Joggerin um Hilfe. Ihrer Bitte, das Tier anzuleinen, habe die Frau nicht entsprochen, es nur am Halsband gehalten. Erst als die Joggerin weiterging und der Hund erneut auf sie zulief, entschuldigte sich die Frau und fixierte den Hund. Die 20-Jährige eilte nach Hause, ohne sich Name, Anschrift oder Telefonnummer der Halterin geben zu lassen.

Fakt ist: Auf besagter Wiese hinter dem Restaurant sowie in weiten Teilen des Katzenbuschs hätte der Hund nicht frei laufen dürfen. Auf unsere Anfrage erklärt die Sprecherin der Stadt, Anika Meierhenrich, dass auf dem Areal eine Anleinpflicht besteht. Und: Auch da, wo Hunde frei laufen dürfen, sind die Halter verpflichtet, die Tiere so zu halten und zu beaufsichtigen, dass keine Gefahr für andere von ihnen ausgeht.

Im geschilderten Fall wird die Halterin so beschrieben: etwa 40 Jahre alt, 1,65 Meter groß, kurze Haare, Brille, dunkler Mantel. In ihrer Begleitung war eine zweite Frau mit kleinem Hund, die so beschrieben wird: etwa 40 Jahre alt, 1,80 Meter groß, blonde Haare. Der Hund, von dem die Joggerin gebissen wurde, habe so wie die japanische Rasse Akita ausgesehen.

Die 20-Jährige hat Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Die Kripo ermittelt und bittet die Bürger um Hilfe. Hinweise an die Polizei: 08 00 / 23 61 111.

Verhaltenstipps für Jogger:

  1. Wenn einem ein Hund entgegen kommt, sollte man langsam weiterlaufen – möglichst ruhig im Bogen um das Tier herum. Den Hund nicht anstarren, aber im Auge behalten. Wirkt das Tier angespannt: stehen bleiben und auf den Halter warten.
  2. Kommt ein Hund bellend angelaufen, so verteidigt er sein Revier. Entspannt auslaufen und dann stehen bleiben. Oft geht das Tier dann fort. Bleibt es vor einem stehen, wartet man auf den Halter. Nicht anschreien!
  3. Kommt ein Hund mit wedelndem Schwanz angelaufen, so ist er oft nur neugierig, schnuppert, geht wieder. Entspannt weiterlaufen.
  4. An raufenden Hunden kann man meist einfach vorbeilaufen.
  5. Wenn man von hinten auf Hund und Halter zuläuft, überholt man so, dass der Hundehalter in der Mitte ist. Nicht zwischen beiden herlaufen.
  6. Kommt der Hund von hinten angerannt, sollte man langsamer werden.
  7. Schlimmstenfalls stellt der Hund den Jogger und hält ihn mit den Zähnen fest. So schwer es auch fällt: ruhig warten, bis der Halter kommt. Bei Gegenwehr beißt der Hund nämlich erst recht fest zu.

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