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Im Katzenbusch ist eine Fläche von der Größe eines Fußballfeldes gemulcht worden.

Arbeiten im Katzenbusch

Erst mulchen, dann aufforsten

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HERTEN - Für Aufregung in der Bevölkerung sorgen umfangreiche und lautstarke Arbeiten im Katzenbusch. Ein Areal von der Größe eines Fußballfeldes wurde komplett von Bewuchs und Wurzelwerk befreit, da es neu bepflanzt werden soll. Das Gelände befindet sich unmittelbar hinter dem Eingang an der Jägerstraße in Höhe der Einmündung Wieschenbeck.

Irritiert reagierten die Menschen vor allem, weil dort am Montag noch spät abends bei Dunkelheit mit schwerem Gerät gearbeitet wurde. Daher witterte manch einer, dass in einer Nacht-und-Nebel-Aktion „Tabula rasa“ gemacht wurde, ehe Naturschützer auf den Plan treten. Unsere Zeitung hat die Stadt Herten, die für diesen Teil des Katzenbuschs zuständig ist, um Aufklärung gebeten.

Nur von Wurzeln und Holzresten befreit

Es handele sich bei dem Vorgang um eine Aufforstungsmaßnahme, zu der die Stadt verpflichtet sei, teilt die Pressestelle mit. Die Fläche von rund 8000 Quadratmetern sei nicht etwa gerodet, sondern lediglich von kleineren Sträuchern und Gehölzen sowie Brombeeren, Wurzeln und Holzresten befreit worden. Mehr hätten die Stürme Ela im Jahr 2014 und Friederike im Januar 2018 dort nämlich nicht übrig gelassen.

Die Aufforstung geschehe in der für Wälder üblichen Arbeitsweise: Die betroffene Fläche wird vorbereitet und anschließend neu bepflanzt. Dabei wird der bisherige Bewuchs mit einer speziellen Maschine, einem sogenannten Forstmulcher, zerkleinert und in den Boden eingearbeitet. Nach diesem sogenannten „Mulchen“ setzt der Zentrale Betriebshof (ZBH) auf der Fläche 3000 bis 4000 Pflanzen.

Arbeiten vor dem Regen durchführen

Wann dies geschieht, hängt von der Witterung ab. Vermutlich wird die Fläche noch eine Weile brachliegen. Denn die Forstbaumschulen geben aufgrund der bisherigen Trockenheit keine Pflanzen aus. Im trockenen Boden würden die jungen Bäume eh nicht anwachsen.

Das Leerräumen der Fläche im Katzenbusch hat eine vom ZBH beauftragte Firma übernommen. Die hat bis in die Nacht gearbeitet, um zeitig fertig zu werden. Denn für die nächste Zeit ist Regen angesagt. Der hätte die Arbeiten verzögert und zu Schäden am Waldboden durch die schweren Maschinen geführt.

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