Baumaßnahme

Neue Sporthalle fürs Gymnasium

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HERTEN-MITTE - Einstimmig hat der Schulausschuss des Rates in seiner jüngsten Sitzung den Bau einer neuen Dreifeldsporthalle am Gymnasium beschlossen. Gebaut werden soll sie auf dem Areal, auf dem die alte, marode Sporthalle steht, sowie einem Teil der Freifläche.

Baubeginn für die rund 1900 Quadratmeter große Halle soll im kommenden Jahr sein. Voraussichtlich im Sommer 2021 könnte dann die erste Schulsportstunde in der neuen Turnhalle stattfinden.

Rückblick: Schon 2013 gab es einen ersten Vorstoß, die Turnhalle am Gymnasium (und die der ehemaligen Grundschule am Wilhelmsplatz) abreißen zu lassen und eine neue, größere Halle am Gymnasium zu bauen. Was fehlte, war das Geld. Auch 2015 und 2017 wurde diskutiert, die Idee kam auf, eine Sporthalle inklusive Mensa zu bauen. Das ist vom Tisch, für eine Mensa besteht laut Verwaltung kein Bedarf.

Schüler und Vereinssportler müssen ausweichen

In der Zwischenzeit wurde der Zustand der alten Turnhalle nicht besser. Es regnet durchs Dach, der Boden ist kaputt, die Heizung so marode, dass die Raumtemperatur im Winter 11 Grad beträgt. Fällt die Heizung aus, tut es auch der Sportunterricht. Das Minus am Gymnasium beziffert die Verwaltung bei den aktuell 862 Schülern mit 16,5 Sportstunden wöchentlich. Wenn G9 eingeführt wird – also das Abitur nach 13 Schuljahren – würden 22 bis 25 Sportstunden pro Woche fehlen. Das Auslagern des Unterrichts in andere Sporthallen ist laut Stadt und Schule nur stundenweise und befristet möglich.

Für die Zeit, die es braucht, die alte Turnhalle abzureißen und eine neue zu bauen – also mehr als ein Jahr – werden Schüler und Vereinssportler auf andere Hallen ausweichen müssen. Kein leichtes Unterfangen vor dem Hintergrund, dass die übrigen Turn- und Sporthallen im Stadtgebiet durch Schulsport und Offenen Ganztag weitestgehend ausgelastet sind. Die Stadtverwaltung spricht sogar von einem „Fehlbedarf an Hallenflächen“. Stimmt der Rat am kommenden Mittwoch zu, ist die alte Turnhalle bald Geschichte. 5,5 Millionen Euro soll die neue Halle (inklusive Abriss der alten) kosten. Bezahlt wird das aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ (3,6 Mio. Euro) sowie den Sport- und Investitionspauschalen, die das Land der Stadt überweist.

Rubriklistenbild: © Daniel Maiss

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