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Bewährungsstrafe für die Angeklagten

Nächtlicher Raubüberfall mit Folgen

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HERTEN - Knapp ein Jahr nach einem nächtlichen Raubüberfall auf ein Ehepaar in Langenbochum hat das Bochumer Landgericht die zwei Täter zu Bewährungshaftstrafen von acht beziehungsweise 18 Monaten verurteilt. „Das war eine ganz üble Nummer“, hieß es in der Urteilsbegründung.

Der Abend des 25. April 2017 lässt die Opfer bis heute nicht los. Der Mann war erst beim Sport gewesen, hatte dann gegen 21.30 Uhr sein Auto geparkt, als er von den beiden stark betrunkenen Männern angesprochen wurde. Die Angeklagten bedrängten das spätere Opfer, hielten es an der Kapuze fest und forderten – weil offenbar restlos pleite – immer wieder Bargeld. 10 Euro. 20 Euro. 50 Euro. Das betrunkene Duo (28 und 31) hatte sich nämlich in den Kopf gesetzt, ein Taxi für den Älteren herbeizurufen, der in der Hertener Innenstadt lebt. „Der war so besoffen und ist nur noch getorkelt“, hieß es im Prozess.

Noch in der selben Nacht festgenommen

Selbst als der angesprochene Mann sich schließlich losreißen und zu seinem Wohnhaus rennen konnte, gaben die beiden nicht auf, sondern verfolgten ihn bis zur Haustür. Der 28-Jährige drang sogar in den Hausflur ein und forderte weiterhin Geld. Die verängstigte Frau übergab schließlich 10 Euro, dann gelang es, den Angeklagten, der das Paar zuvor noch eingeschüchtert und bedroht hatte, sie bei Einschalten der Polizei „kalt zu machen“, aus der Wohnung zu drängen.

Für das Ehepaar hat der Raubüberfall erhebliche psychische Folgen gehabt. „Sie haben das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden komplett verloren“, sagte Opferanwältin Jessica Jebing. „Sie sind für ihr Leben gezeichnet.“ Die beiden Angeklagten, die noch in derselben Nacht in Tatortnähe festgenommen werden konnten, hatten im Prozess Geständnisse abgelegt. „Es tut mir wirklich sehr leid, dass die Leute immer noch Angst haben“, sagte der 28-Jährige. Als spürbare Sanktionen legte das Gericht den Tätern auf, insgesamt 1000 Euro (in Raten) an die Opfer zu zahlen. Außerdem muss der erheblich vorbestrafte 28-Jährige zusätzlich 120 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.

Die Urteile lauten auf räuberische Erpressung und – mit Blick auf Gegenwehr und Pöbeleien bei der Festnahme – auch auf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung.

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