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Bürgermeister Fred Toplak mit den diesjährigen Preisträgern des Hertener Bürgerpreises im Hertener Schloss.

Bürgerpreis-Verleihung

Ehrenamtliche geben der Stadt eine Seele

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HERTEN - Sie geben, so Bürgermeister Fred Toplak, unserer Stadt „eine Seele“ und sind „Inspiration für andere, sich ebenfalls zu engagieren“. Hertenerinnen und Hertener, die sich auf herausragende Weise ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen, sind jetzt im Schloss mit dem nunmehr 16. Bürgerpreis ausgezeichnet worden.

Ruth Dirks, die in der Kategorie Zivilcourage/Toleranz/Integration geehrte wurde, nutzte diesen Rahmen, um in ihrer Rede nachdrücklich um mehr Verständnis und Unterstützung für Flüchtlinge zu werben. Die 60-Jährige, die sich seit den 1990er-Jahren in der Flüchtlingsarbeit engagiert, berichtete, wie sie zum Beispiel gemeinsam mit anderen Helfern Möbel abholt, die sonst auf dem Sperrmüll landen würden, um Flüchtlingen bei der Einrichtung ihrer Wohnung zu helfen. Ruth Dirks rief mahnend in Erinnerung, dass der vergleichsweise liberale, diskriminierungsfreie Umgang mit Migranten in Herten der Erfolg eines zähen Ringens war.

Querflöten-Duo begeistert

Ein Beispiel für gelungene Integration ist Elnur Misirli, der 2015 mit seiner Familie aus Aserbaidschan nach Herten kam. Der Elfjährige spielt seit anderthalb Jahren Querflöte, gewann kürzlich gemeinsam mit Tobias Iwanczik den 1. Preis des Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“. Im Hertener Schloss begeisterte und beeindruckte das Duo nun mit anspruchsvollen Darbietungen. Musikalisch auf den Abend eingestimmt hatten zuvor Musikschulleiterin Sabine Fiebig (Klavier) und Sascha Schiefer (Querflöte).

Dank auch an Helfer

Geehrt wurden des Weiteren Doris und Rudolf Conzen (Soziales) für ihr Engagement in der Seniorenarbeit, Helmut Gronau (Sport) für seine Verdienste um die Leichtathletik, die Ehrenamtlichen des Projekts „Art.Garten“ (Umweltschutz) für die Umgestaltung eines Hinterhofs an der Ewaldstraße in eine grüne Oase, Peter Kitzol-Kohn (Kultur) für die lebendige Aufarbeitung der Scherlebecker Geschichte sowie Birgitt Ilk (Sonderpreis „Lebenswerk“) für ihr vielfältiges, fast 50 Jahre währendes Engagement im TuS Herten.Alle Preisträger betonten, dass ihr zeit- und arbeitsaufwendiges Engagement erst dadurch möglich werde, dass viele weitere verlässliche Helfer mit anpacken und die eigenen Familien das nötige Verständnis aufbringen. Alle Geehrten trugen sich schließlich in das Goldene Buch der Stadt Herten ein.

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