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Das "CaféMobil" knattert demnächst durch die Stadt. Freia Lukat und Matthias Müller vom Caritasverband laden zu Gesprächen bei einer Tasse Kaffee ein.

Das "CaféMobil"

Begegnungen bei einer Tasse Kaffee

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HERTEN - Knallrot ist es, knattert höchst vergnüglich und ist mit einer Kaffeemaschine bestückt, die sowohl Latte macchiato als auch Espresso und eine schlichte Tasse Kaffee kann: Mit dem „CaféMobil“ starten der Caritasverband sowie die Kirchengemeinden St. Antonius und St. Martinus ein neues Projekt, das vor allem eins ermöglichen soll: Begegnungen bei einer Tasse Kaffee – „ambulante Gastfreundschaft“ sozusagen.

Fachbereichsleiterin Freia Lukat steht als Gesprächspartnerin bereit. Geplant ist, dass das „CaféMobil“ einmal wöchentlich an einem festen Standort Halt macht. Darüber hinaus kann das knuffige Gefährt zu individuellen Themen verschiedene Standorte anfahren. „Die Idee ist, vor Ort mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, Kontakt aufzubauen und Vernetzung zu fördern“, erklärt Caritas-Geschäftsführer Matthias Müller. „Wir wollen die Themen abfragen, die die Menschen beschäftigen“, ergänzt Freia Lukat.

Man könne beispielsweise über Flucht am Flüchtlingsstandort diskutieren, über Mehrgenerationenwohnen an der Nimrodstraße, über die Innenstadtgestaltung in derselben oder über Familien- und Kinderthemen an Spielplätzen. Ob vormittags am Gemeindezentrum, nachmittags am Fußballplatz oder abends beim „After-Work-Talk“: Das „CaféMobil“ ist überall einsetzbar und die Themen so bunt wie das Leben in der Stadt. „Die Leute können sich an uns wenden, wenn sie über ein Thema am CaféMobil reden wollen“, sagt Freia Lukat. „Wir wollen das CaféMobil auch nutzen, um die Themen weiterzutragen“, erklärt Matthias Müller. Erfahrungen aus dem Projekt sollen in die Hertener Sozialpolitik einfließen.

Gespräche auf Augenhöhe

Gespräche und konstruktiver Gedankenaustausch stehen im Vordergrund, doch Spaß und Unterhaltung sollen nicht zu kurz kommen: „Die Treffen sollen wie ein kleines Event sein. Jemand kann zum Beispiel seine Gitarre mitbringen, oder es gibt einen kleinen Poetry-Slam mit Gedichten. Wo die Ape rumknattert, da findet was statt“, beschreibt Freia Lukat.

Mit diesem Gesprächsangebot soll zudem der gesellschaftliche Diskurs aus der digitalen Welt (Stichwort: Soziale Medien) ins echte Leben geholt werden. Die Menschen sollen miteinander in Kontakt treten, im Gespräch, auf Augenhöhe. Da Herten eine sehr aktive Bürgerschaft habe, glauben Müller und Lukat, dass von dem Projekt Impulse für die Stadtentwicklung ausgehen können und dass das „CaféMobil“ angenommen wird. Matthias Müller ist überzeugt: „Das kann für Herten funktionieren.“ Und Freia Lukat meint: „Ich glaube, dass die Leute Lust haben, mitzugestalten.“

Vor ihrer Zeit hier war die Ape der italienischen Vespa-Bauer von Piaggio übrigens beim Katholikentag in Münster im Einsatz. Mit dem Diözesanverband hat der Caritasverband das Mobil beantragt – und den Zuschlag von der Lotterie Glücksspirale bekommen. Ausschlaggebend war bestimmt auch dieses Argument, sagt Freia Lukat mit einem Augenzwinkern: „Weil wir mit einer Tankfüllung durch Herten kommen.“

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