Donnerstagsabend „In der Feige“

Vorfall mit 15-jährigem Mädchen in Herten-Süd beschäftigt die Polizei

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HERTEN - Ein bisher ungeklärter Vorfall hat sich am Donnerstagsabend (13.6.) auf der Straße „In der Feige“ in Höhe der Einmündung Neustraße ereignet. Ein 15-jähriges Mädchen ging dort gegen 18.50 Uhr mit einem Hund spazieren, als ein schwarzer Kleinwagen auftauchte.

Den Schilderungen zufolge verfolgte der Fahrer, ein etwa 25-jähriger, dunkelhaariger Mann, das Mädchen mehr als zehn Minuten lang. Als die 15-Jährige mehrfach die Richtung wechselte, wendete der Mann mit dem Auto und fuhr immer wieder neben ihr her.

Das Mädchen rief per Handy seine Mutter an, die ihrer Tochter empfahl, stehen zu bleiben. Daraufhin blieb auch der Autofahrer stehen, ließ das Seitenfenster herunter und grinste das Mädchen an. „Ich habe meiner Tochter dann gesagt, dass sie sofort an einem Haus klingeln soll.“

"Alles richtig gemacht"

Das tat die 15-Jährige auch und stieß auf hilfsbereite Bewohner. Diese sahen selbst das Auto, riefen die Polizei und gaben das Kennzeichen durch. Die alarmierten Streifenbeamten konnten das Fahrzeug aber offenbar nicht finden. Die Jugendliche ist seit diesem bedrohlichen Vorfall sehr verängstigt.

Auf Nachfrage der Hertener Allgemeinen bestätigt Ramona Hörst, Sprecherin des Polizeipräsidiums Recklinghausen, den Vorfall. Sie betont: „Die 15-Jährige hat alles richtig gemacht. Sie hat sich Hilfe geholt, es wurde die Polizei gerufen und das Kennzeichen notiert.“

Fahrzeughalter wird ausfindig gemacht

Die Kriminalpolizei werde nun den Halter des Fahrzeugs ausfindig machen und befragen. Es müsse geklärt werden, wer das Auto gefahren hat – das kann jemand anderes als der Halter gewesen sein – und was es mit dem Vorfall am Donnerstag in der „Feige“ auf sich hat.

Polizei-Sprecherin Ramona Hörst warnt vor Vorverurteilungen. Es habe schon bedrohlich erscheinende Situation gegeben, die sich später als Missverständnis herausgestellt haben. Zugleich rät sie den Bürgern dazu, aufmerksam zu sein und solche Vorfälle gleich der Polizei zu melden. Wer in eine derartige Situation gerate, solle andere Menschen auf sich aufmerksam machen, Hilfe holen und über Tel. 110 die Polizei holen.

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