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änsehaut-Musik: Die „Emotional Moments“ machen ihrem Namen alle Ehre. Das Westerholter Schloss bietet beim Open-Air-Konzert eine märchenhafte Kulisse

Emotional Moments

Musik mit viel Gefühl

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HERTEN - Rund 200 Besucher erlebten bei den "Emotional Moments" im Hof von Schloss Westerholt einen Abend mit Gänsehautgarantie, der – darin waren sich alle einig – unvergessen bleibt.

Man nehme alle Kuschelrock-CDs, suche daraus die romantischsten Lieder und lasse sie vor malerischer Kulisse von hochklassigen Künstlern interpretieren. Und wenn dann auch noch im Rhythmus der Musik ein bunter Sternenregen niedergeht, dann ist man bei den „Emotional Moments 2018“.

Jackie Bredie, Nadine Sieben und Dennis LeGree machten mit ihren Stimmen aus Musik Gefühle, Sophie Richter nutzte dafür die Geige, Lars Wockenfuss das Saxofon. Schon vor Beginn der Show stimmte der Pianist Francky Kade gefühlvoll und virtuos auf die folgenden zwei Stunden ein. Mochten die genannten Künstler auch nicht so große Namen haben wie die ursprünglichen Interpreten ihrer Songs, so standen sie ihnen jedoch in nichts nach.

Mit Lichtshow und Feuerwerk

Als Virtuose der Ton- und Lichtregler erwies sich Tim Jansen, der für den perfekten Klang vor fantastisch illuminierter Kulisse sorgte und Schloss und Hof in märchenhaftes Licht tauchte. Das Feuerwerk, das der Hertener Pyrotechniker René Osterhage während einzelner Songs und am Ende der Show als furiosen Schlussakkord abbrannte, setzte einen weiteren Höhepunkt auf eine ohnehin schon rundum gelungene Veranstaltung. Nach dem Applaus und den Begeisterungsrufen schien jeder von den „Emotional Moments“ ergriffen. Und die Zugaben-Rufe verstummten noch lange nicht, nachdem sich die Künstler gemeinsam mit dem zu Tränen rührenden „Time to Say Goodbye“ verabschiedet hatten.

Zuschauer sind begeistert

Claudia Moormann aus Westerholt hat die ersten emotionalen Momente vor zwei Jahren verpasst und ist restlos begeistert: „Ich hatte keine Vorstellung, was mich erwartet. Aber das war fantastisch, die Musik, die Illumination, die Location, einfach klasse.“

Volker Kitschelt hätte gerne noch ein paar hundert Leute mehr gesehen und bedauert die, die dieses Ereignis verpasst haben. „Allerdings haben wir“, so räumt seine Frau Tanja ein, „bei den Eintrittspreisen erst einmal geschluckt. Jetzt aber wissen wir, dass 35 Euro für den Stehplatz absolut angemessen sind.“

Für Stefan Weber-Moormann ist es wie mit dem „Heimat-Shoppen“ beim Einzelhandel: „Solche Events vor Ort muss man einfach unterstützen, damit das alles nicht ausstirbt und man nichts mehr dergleichen vor der Tür hat.“ „Einen einzigen Wunsch habe ich noch“, meinte Volker Kitschelt, „diese Veranstaltung muss es im nächsten Jahr wieder geben.“

Gregor Leinweber, verantwortlich für Konzept und Idee, sowie Tim Jansen als zweiter Veranstalter dürften das gern gehört haben.

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