Erneuter Fall von Brandstiftung

Am St.-Antonius-Haus brannten Müllcontainer

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HERTEN-MITTE. - Eine Serie von Brandstiftungen beschäftigt Polizei und Feuerwehr seit Februar. Stets sind es dabei Müllcontainer, die in Flammen stehen. Nun gab es erneut einen solchen Vorfall: An der Vitusstraße auf dem Gelände des St.-Antonius-Hauses brannten am Abend des 17. März drei 1000-Liter-Container.

INFO Die Polizei sucht Zeugen, die gesehen haben, wie der Brand verursacht wurde oder verdächtige Geräusche vernommen haben. Hinweise bitte unter der Telefonnummer: 08 00 /23 61 111

Am Sonntag, 17. März, wurde die Feuerwehr gegen 21.45 Uhr alarmiert. Der Brand war rasch gelöscht. Wie die Polizei berichtet, wurde durch das Feuer auch ein Zaun beschädigt. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beträgt mehrere hundert Euro. 17 Müllcontainer-Brände löschte die Feuerwehr in der Zeit vom 12. bis 19. Februar. Auch Gebäude und Sträucher wurden beschädigt. Bald drängte sich der Verdacht auf, dass da ein und derselbe Brandstifter am Werk war. Als am Sonntag, 3. März, erneut ein Papiercontainer brannte, kam gleich die Erinnerung an die Brandserie vom Februar hoch. Und nun – genau 14 Tage später – steht wieder die Frage im Raum, ob es Parallelen gibt. Denn auf die Frage nach dem Täter hat die Polizei bislang keine Antwort. Im Februar zündelte der Brandstifter zuletzt am Dienstag, 19. Februar, an der Straße „Am alten Depot“ in der Nähe des Bürgerhauses Süd. Zeugen sahen damals in der Nähe einen verdächtigen jungen Mann auf einem Fahrrad. In den Tagen zuvor war der Täter in Herten-Mitte, Disteln, Süd und auf dem Paschenberg unterwegs gewesen. Betroffen waren öffentliche Gebäude, vor allem Schulen. Die Taten wurden abends oder nachts verübt. Dann gab es eine Pause, bis am 3. März der Altpapierbehälter im Alten Dorf Westerholt und nun jene drei Container an der Vitusstraße brannten. Ob es zwischen den beiden letzten Ereignissen und den Bränden im Februar eine Verbindung gibt, ist noch nicht bekannt. Polizeisprecher Michael Franz sagt: "Augenscheinliche Zusammenhänge gibt es nicht, aber man weiß es eben nicht." Er warnt eindringlich davor, derlei Brandstiftungen als Dumme-Jungen-Streich zu betrachten. "Es handelt sich um eine Straftat, die unweigerlich ein Strafverfahren nach sich zieht."

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