Falschparker

Bürgermeister verteilt Knöllchen

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HERTEN-INNENSTADT - Nach unserem Bericht über Autos in der Fußgängerzone hat Fred Toplak sich am Wochenende selbst auf den Weg gemacht und 28 Falschparker registriert.

Gerade einmal 30 Minuten sei er am Samstagabend zu Fuß durch die Innenstadt gelaufen, berichtet uns der Bürgermeister. Die 28 Fahrzeuge, die er dabei vorfand, hat Fred Toplak fotografiert. Ihre Halter bekommen demnächst Post von der Stadt und müssen ein Bußgeld bezahlen. In der Regel kostet es 30 Euro, wenn man in der Fußgängerzone parkt.

Mit einigen der Betroffenen habe er auch Gespräche geführt, berichtet Toplak: „Das Problem ist, dass viele gar kein Unrechtsbewusstsein haben.“ Dabei haben alle – vom Parken im Halteverbot abgesehen – eine weitere Ordnungswidrigkeit begangen, indem sie verbotenerweise in die Fußgängerzone hineingefahren sind. Das kostet 20 Euro, die allerdings nur von der Polizei kassiert werden, sofern diese vor Ort ist.

Fred Toplak erklärt, dass es der Stadt nicht möglich sei, die Innenstadt rund um die Uhr zu kontrollieren. „Wir werden jetzt aber zumindest für eine bestimmte Zeit verstärkt Knöllchen schreiben.“ Er verweist auf die Möglichkeit, dass jeder Bürger falsch parkende Autos fotografieren und die Bilder dem Ordnungsamt schicken kann. Die Eigentümer der Autos erhalten dann eine Verwarnung. „Manche empfinden das aber als Denunziantentum, und das verstehe ich auch. Jeder muss selbst entscheiden, ob er das machen will. Ich tue es jedenfalls.“

Zugemülltes Zechengelände

Auch das Zechengelände von Schlägel & Eisen, das immer wieder nach nächtlichen Treffen und Gelagen vermüllt zurückbleibt, habe er im Blick. „Leider hat man dort keine Handhabe, außer, man erwischt jemanden auf frischer Tat.“ Wenn er auf dem Areal unterwegs sei, spreche er die Leute an, erkläre freundlich, dass dieses oder jenes nicht in Ordnung sei. „Es ist unerfreulich, dass immer wieder welche meinen, sie müssten sich nicht an die Regeln halten.“ In der Konsequenz bliebe der Stadt nichts anderes übrig, als mehr und mehr mit Verboten und Repressalien zu arbeiten. „Und das wird uns dann auch vorgeworfen.“

Beschwerden gibt es seit Jahren auch wegen falsch parkender Fahrzeuge beim Autohändler Oral an der Ecke Schützen-/Nimrodstraße. Dort würden mehr Knöllchen geschrieben, als irgendwo anders in der Stadt, betont Toplak. Dennoch wird an der Nimrodstraße hemmungslos im Halteverbot geparkt. Um zu verhindern, dass Autos auf dem Fußweg stehen, sollen nun Poller installiert werden.

Wie bereits im vergangenen Jahr, arbeiten Ordnungsamt und Zentraler Betriebshof an einem Konzept für mehr Ordnung und Sauberkeit. „Und wir denken darüber nach, den Kommunalen Ordnungsdienst neu aufzustellen und zu schulen, damit die Mitarbeiter flexibler einsetzbar sind“, sagt Toplak.

Rubriklistenbild: © SYSTEM

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