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Ein Teil der Tomaten der Jahreszahl „2018“ ist über Nacht reif geworden und nun eine Geschichte, die Simone Wallbaum (l.) zum Früchteteppich erzählen kann.

Früchteteppich in Langenbochum

Jahreszahl birgt eine Geschichte

HERTEN - Als Simone Wallbaum heute früh in der Kirche St. Maria Heimsuchung den Früchteteppich sah, war sie irritiert. In der Jahreszahl „2018“ hatten sich zwischen viele grüne Tomaten auch in unregelmäßigen Abständen ein paar rote gemischt. „Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass das so gewollt war“.

Auch, weil sie Andrea Viermann, die seit Jahren den Teppich entwirft, gut kennt. „Die ist in solchen Dingen eigentlich eine Perfektionistin.“

Das Rätsel klärte dann eine der Frauen aus der Gemeinde auf, die den Teppich an zwei Tagen zuvor gelegt hatten. Die Tomaten waren über Nacht auf dem Kirchenboden nachgereift. Und so hatte Simone Wallbaum den zahlreichen Besuchern gestern gleich eine kleine Geschichte zu erzählen. Wallbaum ist nämlich eine von mehreren Sprecherinnen, die sich noch bis Sonntag abwechseln, um Infos zum Teppich zu geben. Katrin Bucksch hörte gestern ganz genau zu. Sie war extra mit dem Zug aus Hamburg angereist. „Zum einen, um meine Tante in Marl zu besuchen, aber eben auch, um mal den Teppich zu sehen“, erklärte die Hamburgerin und fügte hinzu: „Das ist schon sehr eindrucksvoll.“ Zusammen mit ihrer Tante Ingrid Richter ließ sie das Kunstwerk dann noch lange auf sich wirken.

Das ist auch in den kommenden Tagen möglich: Der Teppich ist von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10.15 bis 18 Uhr zu besichtigen. Die Cafeteria öffnet täglich um 14 Uhr, dazu gibt es einige Stände. Die letzte Schicht am Sonntag (7. 10.) übernimmt übrigens auch Simone Wallbaum: „Ich bin gespannt, wie viele Tomaten bis dahin noch die Farbe gewechselt haben.“

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