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Schalke-Legende Klaus Fischer (vorn 2.v.r.) nahm eine Spende für die Stiftung ?Schalke hilft? entgegen. Neben ihm sitzen (links) Ecki Stolz, Vorsitzender des Fanklubs ?Mit Gott auf Schalke?, und (rechts) Diakon Ralf Stibba.

Fußball-Gottesdienst

Beten für den Derby-Sieg

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HERTEN - Kurz vor dem Derby in der Fußball-Bundesliga feiern in der Hoffnungskirche Fans von Borussia Dortmund und Schalke 04 einen gemeinsamen Gottesdienst. Dabei darf die eine oder ander Frotzelei natürlich nicht fehlen. Und eine echte Legende war auch noch vor Ort.

Erst beten, dann Derby: Für die christlichen Fanklubs „Mit Gott auf Schalke“ und „Totale Offensive“ hat das mittlerweile Tradition. Zwei Tage vor der Mutter aller Derbys im Ruhrgebiet trafen sich die Blau-Weißen aus „Herne-West“ mit den „Schwarz-Gelben“ aus „Lüdenscheid-Nord“ auf neutralem Boden zum Gottesdienst in der Hoffnungskirche.

Es war die zwölfte derartige fromme Begegnung der beiden rivalisierenden Gruppen, die dritte in Herten an der Hochstraße. Dirk Haslinde, Vorsitzender der „Totalen Offensive“ der Dortmunder Borussen und Eckhard Stolz, Chef von „Mit Gott auf Schalke“ tragen zwar unterschiedliche Farben, standen aber einträchtig zusammen für ein friedliches, gewalt- und drogenfreies Derby. „Das heißt nicht, dass es keine Rivalität gibt, die muss einfach sein“, stellt Dirk Haslinde klar.

Klaus Fischer nimmt Spende entgegen

Und natürlich ging es auch bei dem Gottesdienst, bei dem die Schalker dieses Mal als Hausherren an der Reihe waren, nicht ohne Frotzeleien. Da quälte man die geschundenen Seelen der BVB-Fans mit der Videoprojektion der Schalker Tore beim 4:4 des legendären Derbys vor einem Jahr, als ein 0:4 aufgeholt wurde. Und dann setzte Frank Stibba, ehrenamtlicher Diakon der Hoffnungskirche, bei seiner Begrüßung in Richtung Schwarz-Gelb noch einen drauf: „Ihr könnt uns was erzählen von Meisterschaft, und ihr könnt meinetwegen auch 2:0 gewinnen. Wir sagen nur 4:4, denn an das Spiel werden wir uns immer, an eure Meisterschaften dagegen überhaupt nicht mehr erinnern.“

Beide Fanclubs sind nicht nur auf den Tribünen ihrer Stadien oder bei der Organisation von Public Viewings präsent, sondern engagieren sich auch sozial und seelsorgerisch. Folgerichtig ging die aktuell zugunsten der Schalker eingesammelte Kollekte komplett an die S04-eigene Stiftung „Schalke hilft“, die für das soziale Engagement des Vereins im und außerhalb des Ruhrgebiets steht. Entgegengenommen wurde sie von Schalke-Legende und Ex-Nationalspieler Klaus Fischer.

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