Großeinsatz der Polizei

Hinweis auf angebliche Schüsse in Westerholt

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HERTEN-WESTERHOLT - Der Notruf kam am Samstag, 18. August, nachts um 0.12 Uhr aus einer Telefonzelle an der Bahnhofstraße, Höhe Hausnummer 82. Der Anrufer teilte dem Polizeibeamten am anderen Ende der Leitung mit, er habe Schüsse gehört und nannte auch seinen angeblichen Namen.

Die Leitstelle der Polizei schickte alle verfügbaren Kräfte zu einer Wohnung an der Steinstraße, wo die Schüsse angeblich gefallen sein sollten. Am Ende stellte sich heraus: Keine der Behauptungen entsprach der Wahrheit. Den Menschen, die Samstagnacht um die genannte Uhrzeit in Westerholt unterwegs waren, dürfte sich ein durchaus dramatisches Bild geboten haben: mehrere Streifenwagen standen auf der Straße, zahlreiche Polizeibeamte waren vor Ort im Einsatz. „Sie haben keinen Hinweis auf Straftaten feststellen können“, berichtet Polizeisprecher Michael Franz auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Beamten hätten die Wohnung überprüft: „Es war niemand da“, sagt Franz. Die Polizisten haben auch den Anrufer nicht auffinden können. Der hatte zudem eine falsche Identität angegeben, so Franz: „Die genannte Person war es nicht.“

Wer Hinweise auf den Anrufer aus der Telefonzelle geben kann, wendet sich an die Polizei unter der Rufnummer 08 00 / 23 61 111.

Solche Anrufe, in denen Notsituationen vorgetäuscht werden, findet die Polizei alles andere als witzig. Denn das bindet Einsatzkräfte, die dann möglicherweise für einen zeitgleichen, realen Einsatz an anderer Stelle nicht zur Verfügung stehen. Und: „Damit wird ein Einsatz ausgelöst, der keinen realen Hintergrund hat“, erklärt der Polizeisprecher, „und das ist eine Straftat.“ Dem Täter drohe mindestens eine Geldstrafe. Die Ermittlungen dauern an.

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