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Die Sporthalle am Gymnasium wird abgerissen und eine neue Drei-Feld-Halle gebaut. Dafür wird auch die Tartanfläche (im Vordergrund) benötigt.

Am Gymnasium

Sporthalle ohne Sonderwünsche

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HERTEN - Einige Hertener Vereine hätten sich für den Neubau der Sporthalle am Städtsichen Gymnasium eine Tribüne gewünscht, die Ratsfraktion der Grünen ein viertes Feld. Doch es mangelt letztlich an Platz und Geld.

Dach und Fenster sind undicht, der Boden muss erneuert werden, im Winter versagt die Heizung, es gibt Mängel bei Elektrik und Brandschutz. Kurzum: Die Sporthalle am Städtischen Gymnasium – gerade mal 40 Jahre alt – soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Jahrelang suchte die Stadtverwaltung nach Geldquellen, jetzt gab der Rat einstimmig grünes Licht. Auf 5,5 Millionen Euro beläuft sich die Kostenschätzung, das Land steuert 3,6 Millionen aus dem Programm „Gute Schule 2020“ bei.

Der Bau soll nächstes Jahr beginnen, zuvor wird die bestehende Halle abgerissen. Er wird also für ein, zwei Jahre einen spürbaren Mangel an Hallenkapazitäten für den Schul- und Vereinssport geben. Im Vorfeld des Ratsbeschlusses hatten sich Hertener Sportvereine mit einem Brief an die Stadtverwaltung gewandt und dafür plädiert, den Neubau als Chance zu nutzen, auch eine Tribüne einzubauen, damit Herten besser für größere Sportereignisse gerüstet ist. Aktuell hat nur die Halle der Rosa-Parks-Schule eine Tribüne.

Gymasikhalle umwandeln

Die Ratsfraktion der Grünen sprach sich dafür aus, nicht nur eine Drei-Feld-Halle zu bauen, sondern ein viertes Sportfeld einzuplanen. Das Gymnasium könne dann die alte Gymnastikhalle innerhalb des Schulgebäudes in Räume für Unterricht oder andere schulische Aktivitäten umwandeln.

Der für Sport und Schule zuständige städtische Beigeordnete Dr. Karsten Schneider erteilte jedoch all diesen Sonderwünschen eine Absage. Eine Tribüne für rund 200 Zuschauer würde etwa 700.000 Euro zusätzlich kosten, die die Stadt kaum aufbringen könne, und zudem das Gebäude erheblich vergrößern. Der zur Verfügung stehende Platz sei jedoch ohnehin schon knapp.

Kein Platz für Parkplätze

Des Weiteren müsse man für größere Veranstaltungen auch Parkplätze zur Verfügung stellen. Dafür sei ebenfalls kein Platz. Schneider sah auch kein Bedarf dafür, die Gymnastikhalle des Gymnasiums anders zu nutzen. Insofern genüge eine Drei-Feld-Halle.

Ursprünglich war mal geplant, die alte Karl-Schweisfurth-Turnhalle neben der früheren Grundschule am Wilhelmsplatz abzureißen, wenn die neue, größere Halle am Gymnasium fertig ist. Dieser Schritt wird aber auf die lange Bank geschoben. Dr. Schneider: „Die Halle wird intensiv benötigt.“

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