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Auch ohne Feuerwerk kamen wieder viele Besucher zum Haldenglühen.

Haldenglühen lockt Besucher

Abendsonne ersetzt das Feuerwerk

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HERTEN-SÜD - Als beim Haldenglühen am vorletzten Freitag zuletzt der Bierstand schloss, war es bereits 1.30 Uhr. Petra Kreibich und Tanja Kramer von der veranstaltenden KAD-Eventagentur, deren Kind das Haldenglühen ist, blieb die bange Frage: Wird der Sonntag wieder so ein Erfolg, kann die Halde ohne Sicht auf das Feuerwerk der Cranger Kirmes wieder so viele Leute anziehen? Die Antwort: Sie konnte es.

Uwe Hellmann, der Halden-Shuttle-Busfahrer aus Leidenschaft im Dienst der Vestischen, brachte in 15 Touren mehr als 500 Besucher kräfteschonend zum schönsten Biergarten hoch über dem Ruhrgebiet. Dazu kamen wieder unzählige Menschen jeden Alters, die den Aufstieg zu Fuß oder mit dem Rad bewältigten.

Für Gregor Weingartner und Regina Degenhardt mit den Kindern Moritz und Greta war das Haldenglühen ein willkommenes Ziel ihrer Fahrradtour. „Wir haben unsere Räder unten am Handweiser geparkt und sind dann über die Treppe rauf“, sagt Regina Degenhardt. Sie schwärmt: „Ich finde den Rundumblick großartig, außerdem ist die Luft besser als unten.“ So nutzt sie das Gelände regelmäßig für ihr Radtraining und zum Joggen und freut sich bereits riesig auf ihre Teilnahme am Haldenfirmenlauf „TopRunRuhr“ am 4. September. Jürgen Meißner kennt die Halde noch aus seiner Kindheit und erinnert sich: „Damals war sie grau und ein Schandfleck für die ganze Region. Heute ist sie ein Paradies mit toller Aussicht und ein beliebtes Ziel für unsere Hundespaziergänge.“

Dass es an diesem Abend wieder kein Feuerwerk gibt, stört ihn und seine Frau Stephanie Otto sowie Töchterchen Laurina überhaupt nicht: „Die Abendsonne lässt die Halde glühen, was ist dagegen ein Feuerwerk?“ Wie viele der „Wiederholungstäter“ war auch Christian Prüsener schon beim ersten Haldenglühen am 3. dieses Monats dabei: „Hier passt eben alles, die Aussicht, Stimmung und Verpflegung.“ Sich über den Shuttle-Bus freuend, meinte Walter Schaaf scherzhaft: „Ich wusste gar nicht, dass die Vestische selbst hier oben eine Haltestelle hat.“

Keine besonderen Vorkommnisse vermeldete DRK-Vorstand Ralph Hoffert, der hier wieder mit vier Kollegen seinen ehrenamtlichen Dienst versah. Mit kompletter Sanitätsstation, Krankentransportwagen und zwei Krädern ausgerüstet, wären sie auch für viele Notfälle gewappnet gewesen. „Glücklicherweise verläuft alles ruhig, sodass wir uns auf das Kühlen vieler Wespenstiche und das Entfernen der Stachel beschränken können. Einer jungen Mutter, die ihren Säugling stillen wollte, konnten wir mit unserer Sanitätsstation einen Rückzugsort geben“, fasst Ralph Hoffert die Ereignisse bis zum frühen Abend zusammen.

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