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In ungewohnter Besetzung: Die Stadtkabarett-Band Quasi 40 mit ihrem Ersatzmann Matthias Müller (l.)

Hertener Innenstadt

Adventstreff trotzt dem Regen

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HERTEN - Auch die fünfte Auflage des Hertener Adventstreffs am Sonntag (23.12.) überzeugte trotz widriger Wetterverhältnisse mit einem bunten Programm. Dabei musste kurzfristig improvisiert werden.

Als Christoph Ules am frühen Samstagmorgen erfuhr, dass der Auftritt der Stadtkabarett-Band Quasi 40 wohl aus Krankheitsgründen ausfallen müsse, wurde ihm kurzzeitig ziemlich heiß. „Da drohte eine ganze Stunde Programm wegzufallen. Das kannst du eigentlich nicht auffangen“, so der Kaufmann. Dann aber kam ihm die rettende Idee. Er kontaktierte Caritas-Geschäftsführer Matthias Müller. Das Allroundtalent, das eigentlich nicht zur Band gehört, sagte spontan als Ersatzmann zu. Am Samstagabend wurde zwei Stunden lang geprobt und gestern präsentierte die neuformierte Band ein Programm, als würde sie schon seit Jahrzehnten in dieser Besetzung spielen. „Toll, damit hatte ich in der Kürze der Zeit überhaupt nicht gerechnet“, zeigte sich Christoph Ules begeistert.

Fulminante Eröffnung

Er konnte aber grundsätzlich mit dem Geschehen auf der Bühne extrem zufrieden sein. Nur mit dem Zulauf zu Beginn des Adventstreffs noch nicht. Der Dauerregen sorgte dafür, dass sich nach einer fulminanten Eröffnung durch die Big Band der Erich-Klausener-Schule (EKS) die Reihen doch ein wenig lichteten. „Das wird aber noch“, war sich Ules am frühen Nachmittag sicher. Und der Kaufmann sollte recht behalten. „Am Ende war das recht ordentlich“, zog Ules dann am Abend doch noch ein positives Fazit.

Davor war nicht nur auf der Bühne einiges los. Vor allem das Künstler-Duo Christian „Punky“ Bahr und Gaby Bergmann sorgte gemeinsam mit ihren Engeln Martina Schröder, Michaela Zägel und Petra Giesen immer wieder für Stimmung. Sie suchten tauschwillige Besucher für ihre Aktion „Das (aller)letzte Geschenk“. Punky Bahr zu der Idee dahinter: „Jemand hat ein Geschenk, das er nicht mehr braucht oder will – das kann er dann bei uns gegen ein anderes tauschen. Immer vorausgesetzt: Geschenk gegen Geschenk.“ Der Künstler brachte ausreichend Tauschware mit.

Sektkühler gegen Nackenkissen

Begeistert von der Aktion war unter anderem Monika Klamann, die einen Sektkühler dabei hatte und diesen gleich gegen mehrere Sachen eintauschte. „Prima, jetzt habe ich einen Deko-Stern, ein Nackenkissen und Kosmetika. Ich bin glücklich.“

Direkt neben dem Tausch-stand war auch die Leiterrunde der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius mit ihrem Verkauf von Waffeln und Kaffee zufrieden. „Auch wenn es in den vergangenen Jahren noch besser lief. Das liegt aber am Wetter“, betonte Simon Holtbrügge.

Ein paar Meter weiter genoss Sascha Kalski eine Bratwurst. Für den 29-Jährigen gehört der Besuch des Adventstreffs einfach zu Weihnachten dazu. „Ich finde es super, dass es solche Veranstaltungen in Herten gibt. Da stören mich die paar Regentropfen auch nicht.“

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