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Die Süder Grundschule/Standort In der Feige. Foto: Martin Pyplatz

Hertener Süden

Weitreichende Beschlüsse für Bildung und Verkehr

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Herten - Fünf Monate lang wurde geplant, beschlossen, gestritten, gestoppt, neu geplant, um Kompromisse gerungen. Am Ende blieben in Teilen von Politik und Bürgerschaft viele Zweifel und Widerstände. Der Rat hat daher in seiner jüngsten Sitzung alles andere als einstimmig weitreichende Beschlüsse zur Bildungslandschaft und zur Verkehrssituation in Herten-Süd gefasst.

In der Sitzung verwiesen Befürworter und Kritiker noch einmal auf ihre Positionen. Die CDU vermisst ein Gesamtkonzept, die UBP sieht künftige sonderpädagogische Bedarfe nicht berücksichtigt. Die Linke beklagt, dass das künftige Gebilde aus 500 Kindern und 80 Kita-Kindern pädagogisch nicht durchdacht sei.

Die SPD hingegen lobt den „guten Kompromiss“, der viele zusätzliche Kita-Plätze schaffen und dennoch die Verkehrssituation verbessern werden. Die Grünen hätten ebenfalls gerne ein Gesamtkonzept gehabt, geben aber der schnellen Schaffung von Kita-Plätzen den Vorrang.

Die Anwohner hatten den Kompromiss weitgehend positiv bewertet, die Schulpflegschaft hingegen lehnte den Kita-Bau bis zuletzt grundsätzlich ab.

Vorgesehen ist nun folgender Ablauf:

  1. Frühjahr 2019: Planungstreffen mit den Anwohnern für das neue Verkehrskonzept, Umsetzung bis August 2019. An der Sporthalle und in der „Feige“ entstehen knapp 40 zusätzliche Parkplätze. Die „Feige“ wird in Höhe der Schule so aufgeweitet, dass entgegenkommende Autos aneinander vorbeifahren können. Einbahnstraßen wird es nicht geben.
  2. Februar 2019: Politischer Beschluss zur Beschaffung von Raum-Modulen für vier Kita-Gruppen zur Linderung des akuten Platzmangels in Herten-Süd; Aufstellung wahrscheinlich auf dem Gelände der Augustaschule.
  3. August 2019 : Eröffnung dieser vier neuen Gruppen.
  4. August 2020 : Eröffnung der neuen viergruppigen Kita „Pusteblume“ am neuen Standort „In der Feige“. Die vorhandenen „Pusteblume“-Kinder von der Wörthstraße ziehen dorthin um.
  5. Dezember 2021: Eröffnung der neuen viergruppigen Kita an der Wörthstraße. Dorthin ziehen nun jene Kinder um, die bisher in den Raum-Modulen an der Augustaschule untergebracht waren.
  6. Im Anschluss: Leerzug der Süder Grundschule / In der Feige, Abriss und Neubau der Schule und der Sporthalle. Die Feige-Schüler werden solange zur Augustaschule ausgelagert. Dazu werden auch die inzwischen leerstehenden Raum-Module mitgenutzt.
  7. Spätestens am 21. August 2024 – zum Schuljahresbeginn – ist das neue Schulgebäude fertig und die Kinder ziehen zurück. Im Zuge dessen wird der Schulstandort Augustaschule inklusive Sporthalle gänzlich aufgelöst. Alle Kinder wechseln zur „Feige“. Die neue „Feige“-Sporthalle wird entsprechend größer gebaut als die alte. Die neue Feige-Schule soll so geplant werden, dass sie räumlich und pädagogisch allen künftigen Anforderungen (Ganztagsbetreuung, Inklusion usw.) gerecht wird. Auf dem Gelände sind Flächen für Fahrradparcours, Zirkuszelt, Leichtathletik-Laufbahn, Parkplätze für Lehrer und Eltern usw. geplant.

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