Ideen für Glashaus-Sanierung

Größere Bühne, aber kein Bistro?

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HERTEN - Die zukünftige Nutzung des Glashauses war Thema eines öffentlichen Workshops im Zukunftszentrum Herten (ZZH). Vertreter aus Politik und Stadtverwaltung bildeten die Mehrheit der rund 40 Teilnehmer. Es kamen jedoch auch einige Bürger, um sich über die Generalsanierung und Neuausrichtung zu informieren.

Wie berichtet, ist der Gebäudekomplex 25 Jahre alt. Die technischen Anlagen von Lüftung bis EDV sind erneuerungsbedürftig oder genügen nicht mehr heutigen Anforderungen. Die nötige Sanierung wird zum Anlass genommen, grundsätzlich darüber nachzudenken, wie die Bibliothek, der Kulturtreff, die Gastronomie usw. für die nächsten Jahrzehnte ausgerichtet werden sollen.

Erste Ideen wurden während eines Workshops vor einem Monat zusammengetragen. Auf Grundlage der Ansprüche an die künftige Nutzung des Hauses stellten nun das Architekturbüro „Kroos und Schlemper“ sowie die „Planungsgruppe Stadtbüro“ ihre konkretisierten Überlegungen vor.

Demnach könnte eine „Lesetreppe“ den Zugang zur Bibliothek verbessern. Heute wird dieser durch das verwinkelte Treppenhaus erschwert. Die neue Treppe würde aus dem Foyer heraus zum Aufstieg und gleichzeitig zum Lesen genutzt werden können.

VHS nicht ins Glashaus verlegen

Um die Bühnentechnik den aktuellen Erfordernissen anzupassen und mehr Veranstaltungen zu ermöglichen, ist eine Vergrößerung der Bühne durch einen Anbau, der auch eine kleine Außenbühne beinhaltet, angedacht. Kontrovers unter den Teilnehmern diskutiert wurde der Vorschlag der Architekten, den Gastronomiebereich zurückzunehmen und beispielsweise Getränkeautomaten zu installieren. Unstrittig blieb allerdings, dass eine wirklich gut funktionierende Gastronomie schon allein durch die räumlichen Gegebenheiten kaum möglich ist: Küche und Lagerräume befinden sich im Keller.

Einig waren sich die Teilnehmer des Workshops auch darin, dass die Volkshochschule nicht in das Glashaus verlegt werden soll. Die SPD-Ratsfraktion hatte Ende 2016 beantragt, Kulturbüro und VHS ins Glashaus zu verlagern. Dafür müssten jedoch, so die Planer, die im zweiten Obergeschoss zur Straße hin liegenden Räume in Büros umgebaut werden. Dadurch würden dem Sachbuchbereich jedes natürliche Licht und der Bibliothek insgesamt 400 Quadratmeter Nutzfläche genommen.

Die Ergebnisse der beiden Workshops werden am 21. Mai im Arbeitskreis Stadtentwicklung diskutiert, in dem die Ratsfraktionen vertreten sind. Danach werden die beteiligten Architekturbüros ihre beschlussfähigen Empfehlungen erarbeiten und dem Rat vorlegen.

Rubriklistenbild: © h.stanberger

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