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Ein Obst- und Gemüsestand auf dem Hertener Wochenmarkt in der Innenstadt.

Ideen sind gefragt

Runder Tisch und Kundenbefragung zum Wochenmarkt

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HERTEN-INNENSTADT - Der Wochenmarkt ist eines der wenigen Pfunde, mit denen die Innenstadt wuchern kann. Deshalb bemüht sich die Stadtverwaltung, ihn zu stärken.

Es gab viel Aufregung, als die Stadt im vergangenen Jahr das Privatunternehmen „Deutsche Marktgilde“ mit der Organisation des Wochenmarktes betraute. Die Händler wehrten sich mit Unterstützung der Kommunalpolitik erfolgreich gegen die Privatisierung. Hauptkritikpunkte waren die Erhöhung der Standgebühren und organisatorische Veränderungen – etwa, dass die Beschicker ihre Standplätze selbst reinigen sollten.

Nachdem die Marktgilde aus dem Rennen war, beauftragte der Rat der Stadt die Wirtschaftsförderung, in Kooperation mit den Händlern ein Konzept zur Erhaltung und Vitalisierung des Marktes zu erarbeiten. Eine sichtbare Veränderung ist die neue Anordnung der Verkaufswagen und -stände. Sie stehen nun kompakter und strukturierter beieinander, Fisch und Kartoffeln sind vom Pastoratsweg auf den Marktplatz umgezogen. Erkenntnisse für Verbesserungen sollte eine Fragebogenaktion unter den Händlern erbringen. Der Rücklauf war mit zwölf ausgefüllten Bögen (25 Prozent der Händler) bescheiden. Heraus kam beispielsweise Kritik an dem schlecht sortierten Wochenmarkt am Dienstag, während der Freitagsmarkt gute Noten erhielt. Ein Verbesserungsvorschlag ist die Ausdehnung der Öffnungszeit bis 14 Uhr.

Der Dialog zwischen Stadt und Beschickern soll weitergehen. Dafür ist ein „runder Tisch“ geplant. Auch Pfarrer Norbert Mertens von der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius will sich als Moderator einbringen. Die Gemeinde pflegt enge Kontakte zu den Händlern, schließlich findet der Markt im Schatten der Antoniuskirche statt.

Um speziell dienstags die Lücken zu füllen, bemüht sich die Verwaltung darum, zusätzliche Händler zu gewinnen. Als erster Schritt wurden die Bauern in der Ried angeschrieben und ermuntert, sich zu beteiligen – eventuell auch mit einem Gemeinschaftsstand. Des Weiteren ist eine Befragung der Kunden geplant. Deren Wünsche und Ideen sollen ermittelt werden. Die Ergebnisse werden dann beim runden Tisch mit den Händlern diskutiert, um sie nach Möglichkeit umzusetzen.

Für Bürgermeister Fred Toplak ist der Wochenmarkt Chefsache: Er will regelmäßig auf dem Marktplatz vorbeischauen, um mit Händlern und Besuchern zu reden.

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