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Dieses Schild auf dem Kommunalfriedhof in Langenbochum ist relativ neu und doch nicht mehr aktuell. Denn künftig soll Fahrradfahren dort erlaubt sein.

Ab 1. Januar 2019

Radeln auf den Friedhöfen wird legal

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HERTEN - Soll das Fahrradfahren auf den städtischen Friedhöfen erlaubt sein? Diese Frage sorgte für kontroverse Diskussionen in der Bürgerschaft. Denn bis dato brechen radfahrende Friedhofsbesucher die geltenden Vorschriften.

Die aktuelle Friedhofssatzung sieht nämlich vor, dass nur Kinderwagen oder Rollstühle für Kranke sowie die Fahrzeuge der Friedhofsverwaltung oder von Gärtnern, Steinmetzen und Co. erlaubt sind – und zwar im Schritttempo. In der Realität sind jedoch viele Menschen mit dem Fahrrad auf dem Friedhof unterwegs – und das soll nach dem Wunsch der Kommunalpolitik in Zukunft ganz legal geschehen. Die Parteien im Betriebsausschuss gaben zu einer entsprechenden Änderung der Friedhofssatzung ein einstimmiges Votum ab: „Das Befahren der Friedhöfe mit Fahrrädern ist auf den Hauptwegen gestattet, wobei sich Radfahrer den örtlichen Besonderheiten anzupassen haben. Fußgänger haben weiterhin Vorrang“, wird in der aktualisierten Satzung stehen, die am 1. Januar 2019 in Kraft tritt. Darüber werden sich die annähernd 1500 Teilnehmer unserer Internet-Umfrage zu diesem Thema freuen. Denn eine deutliche Zwei-Drittel-Mehrheit hat sich dafür ausgesprochen, das Radfahren zu erlauben. Hauptargument: Das Fahrrad ist gerade für viele ältere Friedhofsbesucher ein wichtiges Fortbewegungsmittel in den oft weitläufigen Anlagen. Zudem eigneten sich die breit angelegten Hauptwege gut zum Radeln. Ein Drittel der Umfrage-Teilnehmer war gegen das Radfahren, weil Friedhöfe grundsätzlich Orte der Ruhe und Besinnung seien und zudem gefährliche Situationen befürchtet wurden. Anfang nächsten Jahres müssen also die relativ neuen Schilder abgebaut werden, die das Befahren des Friedhofs „mit Fahrzeugen aller Art“ verbieten. Stattdessen mahnen dann neue Schilder: „Rücksicht hat Vorfahrt“ und signalisieren: „Fahrradfahren auf Hauptwegen frei“.

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