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Auf der Zuschauertribüne des Hertener Ratssaales verfolgten 2017 unter vielen anderen Interessierten Bettina Michel (l.) und Karin Assauer (M.) die Abstimmung über Rudi Assauers Ehrenbürgerschaft.

Kampfbahn im Katzenbusch

Rudi Assauer bekommt in Herten doch einen Ort des Gedenkens

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HERTEN - Unmittelbar nach dem Tod Rudi Assauers am 6. Februar 2019 war in Herten eine Diskussion um die Benennung einer Straße nach dem früheren Schalke-Manager entbrannt. Tochter Bettina Michel hat sich jetzt dazu geäußert.

Update Mittwoch, 12. Juni, 15 Uhr

Auch wenn es keine Straße im öffentlichen Verkehrsraum wird: Der Name Rudi Assauer wird in Herten dennoch verewigt – und zwar auf dem Gelände der Katzenbusch-Kampfbahn. In welcher Form, das verrät Werner Wisotzki, Vorsitzender der DJK Spielvereinigung Herten, noch nicht. „Es ist in meinem Kopf“, sagt er. Die Familie Assauer sei involviert, man spreche sich ab. „Die Politik soll sich da raushalten“, sagt Wisotzki.

Update: Mittwoch, 12. Juni, 12.30 Uhr

Rudi-Assauer-Platz auf Schalke

Jetzt steht fest, dass der Platz vor der Arena „Auf Schalke“ in Gelsenkirchen künftig Rudi-Assauer-Platz heißen wird. Sowohl der Verein als auch die Familie des Idols wünschen sich das, und die zuständige Bezirksvertretung Ost nebst Bezirksbürgermeister Wilfried Heidl (SPD) stimmte kürzlich unisono dafür. Wo heute der Herbert-Burdenski-Weg an der Arena vorbeiführt, wird bald an den prominenten Schalker Manager und Arena-Erbauer erinnert, der für viele ein Idol war.

Sie lehnt die Straßen-Benennung vehement ab. Der Vorschlag sei eine Frechheit. Auf eine „Ehrung dritter Klasse“ lege die Familie keinen Wert und sei nach der Schmach der 2017 durch den Rat der Stadt verwehrten Ehrenbürgerschaft auch nicht an einer Versöhnung interessiert. Michel erklärt: „Mein Vater hätte auf ihre Wiedergutmachung gepfiffen!“

Ehrenbürgerschaft verweigert

Bürgermeister Fred Toplak hatte im Oktober 2017 vorgeschlagen, Rudi Assauer zum Ehrenbürger zu ernennen. Es ist die höchste Auszeichnung, die eine Stadt zu vergeben hat. Sie wird herausragenden Persönlichkeiten und Prominenten zuteil. Einziger lebender Ehrenbürger Hertens ist der ehemalige Bürgermeister Willi Wessel. Auf Wunsch der SPD-Fraktion wurde im Rat geheim darüber abgestimmt. Die notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit kam nicht zustande. 21 Ratsmitglieder stimmten dagegen – so viele, wie für die SPD im Rat sitzen. Die CDU und andere Parteien standen Toplaks Vorschlag aufgeschlossen gegenüber, während die SPD Bedenken geäußert hatte. Für Assauers Familie und viele Fans war das Ergebnis sehr enttäuschend.

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