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Christoph Strucksberg (51) mit Azubi Tayane Stauder (20). In der Kfz-Werkstatt in Süd herrscht großer Platzmangel, daher zieht der Betrieb bald um.

Kfz-Werkstatt

Strucksberg geht nach Gelsenkirchen

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HERTEN - Die traditionsreiche Kfz-Werkstatt Strucksberg hat zehn Jahre lang vergeblich nach einem neuen Domizil am Ort gesucht. Jetzt zieht der Betrieb in die Nachbarstadt.

In der Kfz-Werkstatt von Christoph Strucksberg (51) herrscht drangvolle Enge. Die drei Hebebühnen sind ständig belegt, der kleine Vorhof nimmt die vielen Autos nicht auf, die auf eine Reparatur oder den Reifenwechsel warten. Auf beiden Seiten der Schmalen Straße sind Kundenfahrzeuge aufgereiht. „Man steht sich hier ständig selbst im Weg“, sagt der Chef. „Das kostet Nerven.“

Damit soll endlich Schluss sein: Spätestens am 17. Dezember startet der Werkstattbetrieb im neuen Domizil. Mit dem Umzug an die Engelbertstraße 18 - 20 in Gelsenkirchen-Resse endet die Hertener Ära des Unternehmens. 1977 wurde die Werkstatt vom verstorbenen Senior-Chef Ingo Strucksberg an der Schmalen Straße 4 gegründet. Sohn Christoph übernahm die Firma 2004. Während der Kfz-Meister mit zwei Gesellen und drei Lehrlingen die Werkstatt schmeißt, ist Ehefrau Ulrike (51) für die Buchführung zuständig. Die dritte Generation steht auch schon in den Startlöchern: Sohn Felix (18) macht eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker.

Platznot besteht schon lange

Über Arbeitsmangel kann Strucksberg nicht klagen, die Nachfrage ist groß: „Wir haben etwa 1800 bis 2000 aktive Kunden“, erzählt der Inhaber. Viele kommen aus umliegenden Städten wie Recklinghausen und Gelsenkirchen, der Löwenanteil jedoch aus Herten. „Es tut uns leid, dass wir aus Herten weg müssen“, sagt der Chef. Es habe sich jedoch in der Stadt keine passende Immobilie gefunden. „Die Platznot besteht schon lange“, sagt Strucksberg und berichtet von einer mehr als zehnjährigen Suche nach einem geeigneten Objekt. Gern hätte er sich mit einem Gutachter zusammengetan und auf der Zeche Ewald niedergelassen, doch dort habe man ihm kein Grundstück überlassen wollen.

Ein weiterer Anlauf zur Errichtung eines Betriebs an der Industriestraße/Zum Handweiser schlug ebenfalls fehl. Letztlich fiel dann die Wahl auf die ehemalige Werkstatt des VW-Autohauses Kläsener in Gelsenkirchen-Resse. „Dort haben wir sieben statt jetzt drei Hebebühnen und können zwei zusätzliche Arbeitsplätze schaffen“, sagt Christoph Strucksberg. Er und sein Team freuen sich auf viel mehr Platz, und die Kundschaft darf auf kürzere Wartezeiten hoffen. 4200 Meter trennen den heutigen vom künftigen Standort. „Ich hoffe, dass viele Kunden den Weg auf sich nehmen und uns treu bleiben.“

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