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Sechs Kinder- und Jugendkultur-Preise wurden am Freitagabend im Glashaus verliehen. Am Schluss versammelten sich alle Gewürdigten zusammen auf der Bühne.

11. Kinder- und Jugenkulturpreise

Musikalisch und ideenreich

HERTEN-INNENSTADT - Eine Musikdarbietung eröffnete die Verleihung der mit jeweils 500 Euro dotierten Kinder- und Jugendkulturpreise 2018 im gut gefüllten Saal des Glashauses – gespielt von den Vorjahres-Preisträgern mit Geige, Akkordeon und Darabuka.

Nach einer Laudatio folgte eine Video-Präsentation eines Projekts der Martin-Luther-Europaschule, bei dem Schüler und Lehrer ihre Dokumentation zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht vorstellten. Für dieses Projekt ging der erste Kulturpreis des Abends an sie. Die nächsten Akteure waren die dritten und vierten Klassen von acht Hertener Grundschulen: Bei ihrem Kunstprojekt „Sternenhimmel“ hatten sie 28 große Laternen zusammen mit der Creativ-Werkstatt auf verschiedene Arten kunstvoll gestaltet: Von Wünschen über die Neugestaltung der Hertener Innenstadt bis hin zu Fantasiewesen ist alles dabei.

Auch der dritte Kulturpreis ging an ein Grundschulprojekt: Kinder der Achtenbeckschule hatten mit der Musikschule das Singspiel „Die Vogelhochzeit“ von Rolf Zuckowski aufgeführt, als Teil des Projekts „JeKits“ (Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen). Um dem Publikum einen Eindruck von ihrer Arbeit zu geben, führten die Kinder einen Teil ihrer Produktion direkt vor Ort auf – mit den originalen, selbst gestalteten Kostümen und begleitet von Susanne Monka am Klavier. Nach diesen drei ersten Preisverleihungen wurde auf der Bühne eine kleine Halfpipe aufgebaut und „DJ Wheels“, ein ehemaliger Kandidat der RTL-Show „Das Supertalent“, begeisterte mit einer kurzen, aber rasanten Präsentation seiner Rollschuh- und Jonglage-Künste. Sonderpreis geht an Pfarrer Holger Höppner

Weiter ging es mit dem Sonderpreis. Dieser wird immer an Erwachsene verliehen, die besonders viel Zeit und Energie in die Kinder- und Jugend-Kulturarbeit investieren. Dieses Jahr ging er an Pfarrer Holger Höppner von der Evangelischen Friedenskirche Disteln.

Ein weiterer Kulturpreis ging an das Hertener Jugendforum. Eine Video-Präsentation belegte, wie groß das Interesse und das politische Engagement der Elf - bis 18-Jährigen sind. Vor der letzten Ehrung gehörte die Bühne noch einmal „DJ Wheels“, der waghalsige Akrobatik darbot – einschließlich eines Handstands auf einem Brett, das auf einer Rolle lag. Die Theater-AG des Städtischen Gymnasiums komplettierte die Reihe der Preisträger. Unter dem Titel „Aus dem Irrenhaus entflohen – Kabarett vom Feinsten“ führten sie eine Reihe von Sketchen auf, in denen sie den Turbo-Kapitalismus, den Diesel-Skandal, die Neonazi-Szene und mehr äußerst gekonnt komödiantisch aufs Korn nahmen.

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