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Westerholts Kultfamilie Pallek lud an zwei Abenden zum Familientreffen.

Kultfamilie

Palleks präsentieren unverfälschtes Heimattheater

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HERTEN - Reichlich Lachtränen fluteten die ausverkaufte Aula der Erich-Klausener-Schule. Westerholts Kultfamilie Pallek hatte gemeinsam mit Freunden zum Familientreffen geladen und gleich alle persönlichen Rekorde gebrochen: zweimal 300 Besucher, ein Vorverkauf, bei dem es nach zwei Stunden keine Karte mehr gab und knapp dreieinhalb Stunden Programm.

„Ohne Liebe is allet nix“ hieß die rasante Folge von Sketchen, Liedern und Tanzeinlagen. Mit brüllend komischen Gags und umgetexteten Ohrwürmern sorgten die Palleks, die mit ihnen verwandten Tullux aus Hassel und die Westerholter „Notausgäng“ für gehörigen Lachmuskelkater. Schmacht- und Liebeslieder von Peter Maffay, originalgetreu intoniert von Ritchi Mach, verschafften romantische Verschnaufpausen. „Ritchi ist jünger und größer als Maffay, ist ihm bei den Songs aber zum Verwechseln ähnlich“, schwärmte Christiane Berns für den Frontmann der „Westernhagen Coverband“. Den perfekten Sound zum Abend lieferte einmal mehr die „Houseband“ mit Tim Jansen alias Jenny Pallek am Keyboard. Was die Kapelle und Ritchi für die Ohren, waren die „Magic Paws“ für die Augen. Bei ihren Tanzeinlagen bewiesen die Cheerleader der Hertener Löwen-Basketballer, dass sie an Cheerleading-Europa- und Weltmeisterschaften immer wieder absolut verdient teilnehmen.

Hitparade begeistert

Eine Show, die von einem Kracher zum nächsten wechselte, gut aufgelegte Akteure voller Spielfreude, ein perfektes Licht und ein ebensolcher Sound erinnerten an Aufführungen professioneller Bühnen. Die Familie Pallek ist unverfälschtes Heimattheater, und weil die Wiegen ihrer Mitglieder auf heimischer Kohle standen, sind Ausdruck und Sprache authentisch und ist ihr Witz mit der Muttermilch aufgesogen. Dabei muss nicht aus Westerholt kommen oder mit Palleks und Freunden sonst verbändelt sein, um sich für diese Truppe zu begeistern. So beispielsweise Ulrike Kammann: „Ich kannte die überhaupt nicht, bin durch Bekannte hier und finde es total klasse.“

Als nach drei Stunden Vatta Kall-Heinz an alte Zeiten im Karneval erinnerte und mit seiner Familie und ihren Freunden die aus der „Kolpingbude“ bekannten Lieder anstimmte, saß keiner mehr auf seinem Stuhl. Und natürlich gab es wieder die Hitparade mit bekannten Liedern und neuen Texten. Auf Platz Nummer 1 Jenny Pallek mit ihrem „Hömma Ömma, samma Ömma, hasse mich lieb, bin ich deine Nummer Eins?“

Kurzweiliger Abend

In der Zugabe ging es ins Bett: In der Art des gespielten Witz’ von Dieter Hallervorden schlüpften Palleks und Freunde paarweise unter die Decke und sorgten mit teils schlüpfrigen Bettgeschichten für die nun endgültig letzten Lacher des langen und dennoch so kurzweiligen Abends.

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