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Zum dritten Mal bringt der Förderverein Maschinenhaus Scherlebeck Schacht V die historischen Anlagen in der Maschinenhalle in vielen Farben zum Leuchten.

Licht und Emotionen

Die Maschinenhalle Scherlebeck "glüht"

HERTEN-SCHERLEBECK - Mit einem freudigen und kräftigen „Danke und Glück auf!“ eröffnete Frank Lasczok, Vorsitzender des Fördervereins Maschinenhaus Scherlebeck Schacht V, die Illumination der Scherlebecker Maschinenhalle. Sie findet zum dritten Mal statt, zuvor wurde ein emotionaler Kurzfilm gezeigt. Bis zum 4. November heißt es nun: „Die Halle glüht.“

Dieses Jahr kann der Titel der Aktion ergänzt werden mit „Ab in die Stollen“. Denn dieser wurde in wochenlanger Schwerstarbeit von einem ehrenamtlichen Team nach einem Modell aus dem Jahr 1953 nachgebaut und für die interessierten Besucher geöffnet. Fortan können sie nicht nur die Zwillingsdampfmaschine, sondern auch „Sohle 1“ bestaunen.

Den Arbeitsfortschritt in Sachen Stollenbau hat der Kameramann Jürgen Stadtkowitz gelungen in dem erwähnten Film festgehalten. Durch die Musikauswahl und die vom ehemaligen Bergmann Helmut Chilla gelesenen Gedichte wird die emotionale Komponente ergänzt. „Das Schwierigste war es, die Emotionen so zu treffen, dass sich ehemalige Bergleute damit identifizieren können“, sagte Jürgen Stadtkowitz.

Und dann sind da natürlich noch die vielen Lichter, welche die Halle in verschiedenen Farbvarianten zum „Glühen“ bringen. 20 Stück sind es in diesem Jahr insgesamt, für die der Techniker Björn Ferch zuständig ist. „Wir wollten den Stadtteil aufwerten“, erklärt Egon Ham, zweiter Vereinsvorsitzender, die Idee des Projekts, das im vergangenen Jahr Hunderte von Besuchern anlockte. „Die Entstehung von ‚Die Halle glüht‘ und die Entstehung der Wohnstube mit gespendeten Gegenständen gehören zu unseren größten Erfolgen“, blickt Frank Lasczok zurück.

Seit 30 Jahren widmet sich der Verein dem Erhalt und der sinnvollen Nutzung sowie der Geschichte der Maschinenhalle. Und ein Ende ist nicht in Sicht: „Wir wollen nicht stehen bleiben, sondern immer ein wenig besser werden“, sagt Egon Ham. Schon jetzt ist ein weiterer Film in Planung, der sich dem Bergbau und explizit dem Leben in Scherlebeck widmen soll. Bevor die Arbeiten dazu beginnen, wurde am Samstag erst mal mit Tanz, Musik und Unterhaltung im Stadtteiltreff der jahrelange Einsatz des Fördervereins gefeiert.

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