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Am Sonntagnachmittag ist es wieder richtig voll auf der Bahnhofstraße.

Nach schlechtem Samstag

Über 10.000 Besucher kommen zum Westerholter Sommerfest

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  • Harald Stanberger
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HERTEN-WESTERHOLT - Die Legende lebt und macht den Machern das Leben schwer. Legendär jedenfalls war und ist das Westerholter Sommerfest. Am Samstag wurde die 34. Auflage des Spektakels eröffnet, dessen Schatten offenbar nicht mehr einzuholen sind. Doch der Sonntag entschädigt mit super Wetter und weit über 10.000 Besuchern.

Vier dicke Ordner voller Erinnerungen an frühere Sommerfeste hat Hans-Jürgen Mrotz. Er schwärmt: „Mary Roos, Guildo Horn, Roy Black und viele andere bekannte Künstler waren hier. Heute sehe ich immer wieder eine tote Bühne, riesige Boxen, aus denen nichts kommt. Es müsste doch musikalisch am laufenden Band gehen.“ Sarah Finger bestätigt das: „Nach meinem Eindruck wird es immer weniger, aber für meine Kinder ist es immer noch toll, die haben ihren Spaß.“ Eine der Ursachen für das nachlassende Interesse sieht Brigitte Heise in der Entfremdung von Kaufmannschaft und Bürgerschaft: „Es gibt nicht mehr viele Geschäfte, die traditionell mit dem Ortsteil verbunden sind und früher mitgemacht haben.“ Von Anfang an sind Brigitte und Peter Heise mit ihrem Spielwarenangebot dabei und wissen noch von Zeiten, in denen sich die Leute über die Bahnhofstraße geschoben haben. „Aber dann“, so meint Peter Heise, „wurde Westerholt als Mutter der Straßenfeste überall kopiert und verlor auch dadurch an Zugkraft.“ Susanne Schlüter-Wilmsen vom gleichnamigen Schuhgeschäft an der Bahnhofstraße sagt: „Ich bin zufrieden mit dem verkaufsoffenen Sonntag. Es geht nicht um große Umsätze. Wir wollen damit zeigen, dass es sich lohnt, in Westerholt einzukaufen.“ Christa Nienhaus-Weidig (68) ist vom Sommerfest-Sonntag begeistert: „Ich bin mit meinem Enkelkind hier und freue mich, dass hier immer noch so viele Kinder-Karussells hier sind. Das hatte ich gar nicht erwartet.“ Jürgen Watanabe, neben Hans Klare Vorsitzender der Werbegemeinschaft Westerholt, ist am Sonntagnachmittag zufrieden: „Sicher waren am Samstag weniger Leute hier, aber ich bin immer noch positiv.“

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