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Die Lokomotive fährt in den Bahnhof ein: Schulleiter Martin Kissenkötter singt im Hintergrund (r.)

Neues EKS-Musical begeistert

Diese Lokomotive reißt alle mit

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HERTEN - Ginge es nach Thekla Sures, müsste die Erich-Klausener-Schule (EKS) dichtmachen. „In Bochum hammse seit 30 Jahre ne eigene Bude für ihren Starleit Expresso, aber dat Lockomoschen heute inne EKS war minnestens genau so gut“, sagt sie mit den Worten ihrer Bühnenfigur Else Pallek und fordert „Gleise frei für die nächsten 30 Jahre“.

Mit der Begeisterung steht die „Mutta“ der Westerholter Kultfamilie Pallek nicht alleine da. Das neue EKS-Musical „Locomotion“ riss zur Premiere am Samstag und bei der zweiten Vorstellung am Sonntag die Zuschauer im ausverkauften Theatersaal der Schule von den Stühlen.

„Noch gestern war es Schrott und heute einfach großartig“, fasst Irmgard Vennes erleichtert und glücklich ihre Eindrücke zusammen. Die Lehrerin ist Mutter von „Locomotion“ und aller anderen Musicals, mit denen die Schule auf dem Paschenberg seit Jahren begeistert.

"Toll, dass die Lehrer so mitmachen"

Petra Fabrizius ist stolze Oma der 13-jährigen Celina und von der Leistung ihrer Enkelin und der des gesamten Ensembles begeistert: „Seit Celina hier zur Schule geht, ist sie jedes Jahr dabei. Aber so gewaltig wie dieses Mal war der Aufwand noch nie. Ich habe das Original in Bochum gesehen und finde das hier nicht schlechter. Ganz toll, dass die Lehrer so mitmachen, ganz besonders Rektor Martin Kissenkötter mit seiner Wahnsinns-Blues-Stimme.“

Enkelin Celina konnte wie die meisten Darsteller vorher nicht Rollschuhlaufen und ist das eine oder andere Mal hingefallen. Sie wiegelt ab: „Es hat einen so riesigen Spaß gemacht, außerdem mussten wir bei den Proben Helme und Protektoren tragen.“

„Ich bin die glückliche Oma von Helene“, gibt sich Iris Horn zu erkennen und meint: „Das hat uns alle vom Stuhl gerissen. Es ist ein Wahnsinn, was die Kinder hier geleistet haben: Hausaufgaben, Vereinstermine und dann noch die vielen Proben. Dazu haben sie noch ihre Kostüme genäht und geklebt. Mit vier Jahren hat Helene in der EKS das Musical ‚König der Löwen‘ gesehen, und da stand für sie fest, später einmal nur auf diese Schule zu gehen.“

Allergrößte Professionalität

Wirklich lassen kann auch Julia Turek nicht von ihrer Realschule. Vor drei Jahren wechselte die heute 18-Jährige zum Gymnasium, macht aber weiter bei jeder Produktion mit: „Meine erste war die zu Michael Jackson, da war ich in der sechsten Klasse.“

Für alle, die „Locomotion“ noch sehen möchten: Es gibt nur noch wenige Restkarten für die eine oder andere der noch folgenden drei Vorstellungen. Auskünfte dazu gibt es im EKS-Sekretariat unter 02366 /50 08 20.

Man muss kein Angehöriger sein, um der „Vennes-Bande“ die allergrößte Professionalität und vielen Darstellern ein fernsehreifes Gesangstalent zu bescheinigen. Irmgard Vennes wird erst einmal verschnaufen und sich dann an die Planung des nächsten Musicals machen. Die Latte hat sie sich selbst sehr hoch gehängt.

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