Neues Gerät

Der "Panzerblitzer" ist da

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HERTEN - Bundesweit setzen immer mehr Städte auf den „Panzerblitzer“ – und ab sofort auch Herten. Kommentarlos hat die Stadtverwaltung den wuchtigen grauen Kasten jetzt an der Schlägel-und-Eisen-Straße in Höhe des Autohauses Blendorf aufgestellt. Dort fotografiert das Gerät gleichzeitig in beide Fahrtrichtungen.

Ihren Namen trägt die Anlage nicht ohne Grund: Zum einen sieht sie tatsächlich ein bisschen aus wie ein Panzer, zum anderen ist sie weitgehend vandalismussicher konstruiert und obendrein mit einer Alarmanlage ausgestattet. Der Panzerblitzer verbindet die Vorteile der stationären Messanlagen und der mobilen Radarwagen: Die Anlage ist – gut versteckt hinter der Verkleidung – ein Anhänger, der ganz einfach mit einem Pkw zum nächsten Standort bewegt werden kann und auch in schmalen Lücken Platz findet. Zum Beispiel am Resser Weg zwischen Tankstelle und Volkshochschule, wo nachts gerne laut und stark beschleunigt wird. Einmal in Position gebracht, arbeitet das Gerät dank eines Akkus tagelang rund um die Uhr vollkommen eigenständig. Es muss kein Mitarbeiter des Ordnungsamtes daneben stehen.

Viele Einsatzorte vorstellbar

Annegret Sickers, in der Stadtverwaltung für Ordnungswesen und Feuerschutz verantwortlich, kann sich viele Einsatzorte vorstellen: zum Beispiel die Straße In der Feige, die Scherlebecker Straße, den Nordring, die Tiergartenstraße oder die Bahnhofstraße. Und selbst da, wo bereits ein stationärer Blitzer steht, gibt es Bedarf. Denn viele Autofahrer drücken auf der Hertener Straße aufs Gaspedal, sobald sie die Messanlage am Westerholter Ortseingang hinter sich gelassen haben. Unfälle wie jener im September 2017, bei dem zwei Autos in ein Maisfeld neben der Hertener Straße flogen, zeugen von der Raserei. Rund 6000 Euro Leasingrate lässt sich die Stadt Herten das Gerät pro Monat kosten. Hinzu kommen weitere 5250 Euro für die Auswertung der zusätzlichen Bilder und das Eintreiben der Verwarn- und Bußgelder. Macht unterm Strich gut 130.000 Euro pro Jahr. Nach einer Testphase wird abgewogen, ob sich ein Kauf lohnt.

Rubriklistenbild: © SYSTEM

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