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Neues Herten-Forum

Eine lebendige Flaniermeile

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HERTEN. - Kurz vor Weihnachten 2017 kaufte das Bonner Unternehmen "Phoenix development" das marode Herten-Forum. In der Ratssitzung am Mittwochabend (10.07.) stellten die Investoren und Architekten ihre Pläne für den Abriss und Neubau des Einkaufszentrums vor. Und die machten Eindruck.

In der Ratssitzung präsentierten Phoenix-Prokurist Dr. Stephan Schnitzler, Lion Bielefeldt als Mitglied der Gesellschafterfamilie sowie die Architekten Barbara Possinke und Pieter Fraune vom renommierten Düsseldorfer Büro RKW erstmals öffentlich die Pläne für das „Neue Forum Herten“ – so der Arbeitstitel.

Schnitzler versprach, dass die Ruine in spätestens einem Jahr abgerissen ist. Und: Die neuen Geschäfte sollen die bestehende Innenstadt ergänzen und stärken, nicht schwächen. Der Branchen-Mix und konkrete Mieter sowie Geld und Termine kamen nicht zur Sprache. Schnitzler betonte, Phoenix sei ein konservatives Unternehmen, das erst jetzt – nach dem Kauf und dem Votum des Rates – konkrete Mietverhandlungen führe. Er versicherte, es gebe genug Interessenten. Diese hätten sich bisher nur deshalb nicht in Herten angesiedelt, weil die bestehenden leeren Ladenlokale zu klein und zu verwinkelt seien.

Bummeln wie im Ruhr-Park

Vor den sehr positiv gestimmten Ratspolitikern und den interessierten Bürgern auf der voll besetzten Empore skizzierten die Architekten eine attraktive, lebendige Flaniermeile: Ungefähr so wie im Bochumer Ruhr-Park bummeln die Kunden durch eine nicht überdachte Ladenpassage, die in drei Richtungen geöffnet ist: zur bestehenden Fußgängerzone, zum Busbahnhof und zum künftigen S-Bahn-Haltepunkt. Die drei bis viergeschossigen Gebäude sollen im Stil des benachbarten Gymnasiums geklinkert und um einen zentralen Platz herum angeordnet werden.

Insgesamt könnten rund 30 Ladenlokale (inklusive Supermarkt), etwa sieben Gastronomieflächen, eine „Sky-Bar“ im vierten Stock, ein Fitness-Center, Büroflächen und ein Parkhaus entstehen. Architektin Barbara Possinke zeigte sich überzeugt davon, dass das neue Forum dem Internet-Handel viel entgegenzusetzen habe: „Wer auf der Couch online bestellt, findet keine Urbanität, keine Lebendigkeit, kein Ambiente.“ Genau damit wolle man beim Forum punkten. In den kommenden Monaten geht es nun an die Detail-Planung.

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