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Langjährige Mitglieder der CDU Herten ehrten die Stadtverbandsvorsitzende Silvia Godde (vorne, 3.v.r.) und NRW-Minister Karl-Josef Laumann (2.v.r.) beim Neujahrsempfang der Christdemokraten im Stadtteiltreff Zeche Scherlebeck.

Neujahrsempfang der CDU

Silvia Godde blickt mit Zuversicht auf 2019

HERTEN-SCHERLEBECK - Mit mehr als 120 Besuchern ist der Stadtteiltreff Zeche Scherlebeck bis auf den letzten Stehplatz gefüllt, als die Vorsitzende des CDU-Stadtverbands (350 Mitglieder) ein Resümee des vergangenen Jahres zieht. Sie listet Tops und Flops der Stadt-Entwicklung aus christdemokratischer Sicht auf.

Das Herten-Forum: „Hoffentlich schreitet die Umsetzung der Pläne zügig voran!“ Die fehlenden Bahnsteige: „Warum sind in anderen Städten Provisorien möglich, nicht jedoch in Herten?“ Ein Defizit von Hunderten Kita-Plätzen: „Wie kann es sein, dass die Verwaltung über Jahre keinen Bedarfsplan erstellt hat?“

Schulen im Sanierungsstau: „Höchste Zeit, den erbärmlichen Zustand zu beheben. Kita-Kinder von heute sind die Schüler von morgen!“

Ein vermurkstes Sportstättenkonzept: „Die Vereine nicht einzubeziehen, war ein vermeidbares Ärgernis!“ Wie der Machtwechsel im Stadtrat zugunsten der CDU gelingen soll? Jedenfalls wohl kaum mit Bürgermeister Fred Toplak. Der bekommt von Silvia Godde nur einen Bonus: „Sein Verdienst ist es, dass die verkrusteten Strukturen in dieser Stadt eingerissen wurden.“ Ansonsten wirft sie ihm Entscheidungsunwilligkeit und zunehmende Überforderung vor.

Pflegenotstand, Ärzte- und Fachkräftemangel sowie die Folgen der Digitalisierung sind Themen, auf die der politische Stargast des Empfangs eingeht: Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW. Er wirbt für Europa und mahnt, dass Deutschlands Wohlstand ohne die EU nicht zu halten sei. „Ohne freien Handel keine starke Industrie! Und das hat auch was mit Frieden und Freiheit zu tun.“ Laumann wirbt energisch für die duale Ausbildung junger Menschen als Mittel gegen den Fachkräftemangel und warnt vor einer fortschreitenden Akademisierung der Ausbildung.

Sein Amt als Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) blitzt mehr als einmal durch: „Ich möchte, dass wir ein Land mit guten Arbeitsplätzen und guten Tariflöhnen sind!“ Applaus, Applaus. Welcher Arbeitnehmer wünschte sich das nicht?

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