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Leiten den Hertener Ortsverband von „Die Partei“ (v. I.): Schatzmeister Moritz Bielsky, der stellvertretende Vorsitzende Michael Holtschulte, der Vorsitzende Punky Bahr und der stellvertretende Vorsitzende Denis Hölker.

Ortsverband gegründet

„Die Partei“ will sich einmischen

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HERTEN - Nur Satire, Spaß und Blödsinn oder doch ein ernsthaftes Ansinnen? Mit ihrem Ortsverband Herten, der jetzt in der Gaststätte „Scherlebeck’s“ gegründet wurde, will „Die Partei“ die politische Landschaft der Stadt bereichern.

Auf Einladung des Kreisverbandsvorsitzenden Marcus Liedschulte trafen sich 25 Interessierte, fünf von ihnen gründeten letztlich den Ortsverband der Satire-Partei.

Zum 1. Vorsitzenden wählten sie den Hertener Trash-Künstler Christian „Punky“ Bahr. In gewohnt ironischer Art machte der eben erst in die Partei Eingetretene schon in seiner Bewerbungsrede keinen Hehl aus seinen wahren Absichten: „Ich habe immer nur vorgeschoben, in jedem Fall parteilos bleiben zu wollen. In Wirklichkeit wollte ich immer nur eins, nämlich die Macht, und der Zeitpunkt ist jetzt da.“

Holtschulte will Bürgermeister werden

Nach Höherem strebt auch Michael Holtschulte, der zu einem der beiden gleichberechtigten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde: „Ich habe Punky den Vorsitz überlassen, damit ich mich mit aller Kraft um meine Kandidatur als Bürgermeister kümmern kann.“ Bei diesen Anstrengungen weiß sich der Hertener Cartoonist auch der Unterstützung des anderen zweiten Vorsitzenden seiner Partei, Denis Hölker, sicher. Als Schatzmeister wird Moritz Bielsky das womöglich millionenschwere Parteivermögen hüten.

Bei aller Satire und der unverkennbaren Freude am Blödeln hat „Die Partei“, die bereits in einigen Kommunalparlamenten und sogar im Europaparlament vertreten ist, einige durchaus ernsthafte Anliegen. So formuliert Punky Bahr unter anderem: „Wir möchten außerhalb des Trotts andere Mittel nutzen, um Dinge so anzusprechen, dass sie besser verstanden werden.“ Stellvertreter Dennis Hölker sieht den Schlüssel für gelungene Kommunikation immer und auf allen Ebenen in Kunst, Kultur und Bildung.

"Überforderte Lokalpolitiker"

Als ob ein Hektiker einem Choleriker ein Geduldsspiel erklären will, funktioniert seiner Meinung die derzeitige Hertener Lokalpolitik: „Überforderte Lokalpolitiker veröffentlichen in einer Art von Zeitdruck lediglich halb recherchierte Ratsthemen, die sie den Bürgern lauwarm auf die Teller schmeißen.“ Einig mit seinen Parteifreunden sagt Hölker: „Die Bürgerinnen und Bürger wollen verstehen, was hinter den Türen der Lokalpolitik und des Rathauses geschieht. Und ihnen dabei zu helfen, dafür treten wir an.“

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