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Mit Plakaten laufen die Schüler über die Scherlebecker Straße. Foto: Frank Bergmannshoff

Mit Plakaten und Trillerpfeifen

Comeniusschüler demonstrieren für Umwelt- und Klimaschutz

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HERTEN - Als erste Schule in Herten ist die Comeniusschule am Freitagvormittag (29.03.) für Umwelt- und Klimaschutz auf die Straße gegangen. Mit Trillerpfeifen, Trommeln und Plakaten zogen rund 260 Kinder durch Scherlebeck. Für die Aktion gab es viel Zuspruch, aber auch Kritik.

Begleitet von der Polizei liefen die Kinder auf dem Gehweg der Scherlebecker Straße an der Richterstraße und bei „Netto“ vorbei durch den Ortskern, stimmten Sprechchöre an: „Umweltschutz, Umweltschutz!“, riefen die Mädchen und Jungen. Und: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Mit „ihr“ meinten sie die Erwachsenen, die sich stärker für den Umwelt- und Klimaschutz einsetzen sollen. Passend dazu hieß es auf den selbst gebastelten Plakaten „Weniger Müll“ oder „Rettet die Eisbären“. Wer mit den Schülern sprach oder ihren Enthusiasmus während der Demonstration erlebte, bekam den Eindruck, dass sie sich mit dem Thema Umweltschutz beschäftigt und den Sinn der Protestaktion verstanden haben. Einige Eltern sahen das jedoch anders und behielten ihre Kinder zu Hause. Sie befürchten zum Beispiel, die Schüler würden instrumentalisiert. Eine Familie schaltete die Schulaufsichtsbehörde ein. Diese merkte kritisch an, dass der Schulleiter Wolfgang Unger erst sehr kurzfristig die Eltern informiert und ein Votum der Schulkonferenz eingeholt hatte. In der Sache bekam Unger jedoch Rückendeckung „von oben“.

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