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Der Kellerbrand an Hohensteinstraße war schnell unter Kontrolle.

Polizei ermittelt

Cannabis-Pflanzen brennen im Keller

HERTEN - Ein Brand mit juristischen Folgen: In einem Wohnhaus an der Hohensteinstraße brach am Samstagnachmittag ein Feuer aus und sorgte für einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei. Gegen 17.10 Uhr hatten Bewohner des Hauses Brandgeruch bemerkt und daraufhin die Feuerwehr gerufen. Wie die Polizei gestern auf Rückfrage unserer Zeitung erklärte, entdeckten die Feuerwehrleute dabei, dass in einem der Kellerräume unter anderem auch eine kleine illegale Cannabis-Plantage in Flammen stand.

Zuvor hatten die Einsatzkräfte unter Atemschutz die Tür zu dem Keller aufgebrochen. Sie löschten das Feuer und lüfteten die Räume. Dabei machten sie den ungewöhnlichen Fund. Auslöser für den Brand war eine vollkommen überlastete Mehrfachsteckdose. Zu dieser führten zahlreiche Stromkabel, die zudem noch unfachgemäß verlängert worden waren. An den Kabeln wiederum hingen mehrere Belüftungs- und Beleuchtungssysteme, die vermutlich das Wachstum der Cannabis-Pflanzen fördern sollten.

Einige der Pflanzen waren von den Flammen verschont geblieben und wurden von den hinzugerufenen Polizeibeamten sichergestellt. Noch vor Ort wurde dementsprechend Strafanzeige gestellt, die Polizei hat nun die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, nahmen Mitarbeiter der Stadtwerke die betroffene Stromleitung außer Betrieb, sodass keine Gefahr mehr bestand. Gegen 17.55 Uhr war der Einsatz beendet.

Insgesamt waren acht Feuerwehrfahrzeuge vor Ort – darunter ein Drehleiterwagen, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug. Alarmiert worden waren die Hertener Berufsfeuerwehr und der Löschzug Scherlebeck mit insgesamt 33 Einsatzkräften.

Der Sachschaden, der überwiegend durch Rauchgase entstanden ist, beträgt nach Schätzungen der Feuerwehr rund 1500 Euro.

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