Prozessauftakt

17-facher Vater soll ein Vergewaltiger sein

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HERTEN-SÜD - Ein 17-facher Familienvater aus Herten-Süd muss sich vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Der 49-Jährige soll seine Lebenspartnerin zweimal vergewaltigt und anschließend mehrfach mit dem Tod bedroht haben. Zum Prozessauftakt beteuerte der Angeklagte seine Unschuld.

„Ich liebe diese Frau sehr. Ich bin keiner, der Frauen schlägt“, erklärte der aus dem Kosovo stammende Autohändler. Bei der Frau, die die Vorwürfe gegen ihn erhoben hat, handele es sich um seine „zweite Frau“, mit der er nach Roma-Art verheiratet sei. Mit der 39-Jährigen habe er zehn gemeinsame Kinder, zwei Kinder seien von der Frau mit in die Beziehung gebracht worden. Verheiratet sei er dagegen mit seiner „ersten Frau“, aus der Ehe seien fünf Kinder hervorgegangen.

Im März und Mai 2018 soll es im Schlafzimmer der Familienwohnung in Herten-Süd zu zwei Vergewaltigungen gekommen sein. Laut Anklage hatte die Frau spätestens nach der Geburt des jüngsten Kindes im Januar 2017 Sex mit dem Angeklagten verweigert. Beim ersten Vorfall am 25. März 2018 soll der Vater brutal über die 39-Jährige hergefallen sein. Als die Frau in der Folgezeit erneut schwanger geworden sei und eine Abtreibung hatte durchführen lassen, soll sich bereits am 15. Mai 2018 eine weitere Vergewaltigung zugetragen haben. Dabei soll die 39-Jährige unter anderem auch am Hals gewürgt worden sein.

Frau flüchtete mit Kindern in ein Frauenhaus

Nachdem die Frau anschließend die Polizei alarmiert und mit ihren Kindern in ein Frauenhaus geflüchtet war, soll der 49-Jährige sie mehrfach bedroht haben. Laut Anklage schickte er Ende September 2018 einer seiner Töchter zur Weiterleitung eine Sprachnachricht auf das Handy, in der es unter anderem hieß: „Ich gebe Dir drei Sekunden, dann kommst Du zu mir zurück. Weißt Du nicht, wer ich bin? Ich habe eine Waffe und keine Angst vor Staatsanwalt und Polizei.“

Für den Angeklagten, der drei Anwälte mit seiner Verteidigung beauftragt hat, steht fest, dass seine zweite Frau mit den Vorwürfen „nichts als Lügen“ auftische. Sie habe angeblich sogar einmal selbst zugegeben, dass sie ihn unbedingt ins Gefängnis bringen wolle.

Seit November 2018 sitzt der 49-Jährige in Untersuchungshaft. Vorausgegangen war laut Staatsanwaltschaft eine erneute Gewaltandrohung, die der Angeklagte einer Bekannten seiner Frau auf offener Straße hatte ausrichten lassen. Inhalt: „Es wird der Tag kommen, an dem ich sie umbringen werde. Macht ihr ruhig eure Anzeige. Ich habe keine Angst.“ Der Prozess findet mit Blick auf die angespannte Familiensituation unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt.

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