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Markus Potthast (r.) und sein Reparateur-Kollege Uli Schmidt inspizieren beim "Repair-Café" einen CD-Player, dessen Laufwerk festklemmte.

"Repair-Café"

Plötzlich läuft der CD-Player wieder

HERTEN - Sowohl für die Reparateure als auch für die Besucher ist es längst nicht mehr nur ein Hilfsangebot, sondern eine echte Gemeinschaft: das „Repair-Café“ der Diakonie. Und so boten jetzt gleich sieben technisch versierte Ehrenamtler im Gemeindezentrum hinter der Erlöserkirche ihre kostenfreien Dienste an.

Einer von ihnen ist Markus Potthast. Der gelernte Elektriker bekam gleich bei seinem ersten Einsatz einen CD-Player auf den Tisch, dessen Schublade nicht mehr aufging. Ein Blick unter die Abdeckplatte verriet den Grund: Eine verkantete CD blockierte das Laufwerk.

Potthast schraubte das Laufwerk vom Gehäuse ab, nahm die CD heraus, setzte alles wieder zusammen, schaltete das Gerät ein – und alles funktionierte. Ein Blick auf das Display des CD-Players verriet, dass das Gerät abgesehen von der feststeckenden Schublade unversehrt war.

Drei Jeans, zwei Pullis und Teddybär repariert

„Wir fühlen uns bestätigt in unserer Idee, das Reparaturcafé ab jetzt jeden Monat anzubieten“, berichtet Organisator Martin Dienberg. Bisher gab es nur sechs Reparaturcafés pro Jahr. Auch AWO-Quartiersmanager Alf Rouven Recksick ist zufrieden: „Die große Resonanz zeigt, dass so ein Angebot gebraucht wird.“

Wie beim letzten Mal, waren Kerstin Lührs und Joana Ansere Asamoah wieder für Textilreparaturen zuständig – dieses Mal sogar beide mit eigenen Nähmaschinen. Mit der Nachfrage zeigte Lührs sich mehr als zufrieden:

Das Repair-Café der Diakonie öffnet wieder jeweils von 14 bis 17 Uhr am 2. März, Thomaskirche Westerholt, Langenbochumer Straße 435; 6. April, Erlöserkirche, Ewaldstraße 81a; 4. Mai, Thomaskirche; 1. Juni, Erlöserkirche; 6. Juli, Thomaskirche; 7. September, Thomask.; 5. Oktober, Erlöserk.; 2. November, Thomask.; 7. Dezember, Erlöserk Infos bei Holger Lorenzen unter Tel: 0209/9617115 oder Mail: h.lorenzen@diakonie-kreis-re.de

„Wir hatten zwar bisher nur zwei Kundinnen, die hatten dafür mehrere Aufträge für uns. Insgesamt haben wir mindestens drei Jeans, zwei Pullover und einen Teddybär repariert.“ Die Pausen zwischen den Aufträgen nutzte Ansere Asamoah, um selbst gestaltete Taschen zu nähen und so an der Nähmaschine noch fitter zu werden.

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