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Daniel muss schon ordentlich in die Pedale treten, damit gleich mehrere Lampen aufleuchten, Beatrice Kaps-Zurmahr ist vom Einsatz des 18-jährigen Rosa-Parks-Schülers auf der Forum-Bühne begeistert.

Rosa-Parks-Schule

Knalliger Physik-Unterricht

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HERTEN - Daniel tritt wie wild in die Pedale, eine Lampe nach der anderen erstrahlt. „Weiter so“, spornt Bea den Schüler an. Sie ist ein Teil der „Physikanten“, die heute im Forum der Rosa-Parks-Schule (RPS) Unterricht der ganz anderen Art auf die Bühne zauberten.

In einer knackigen Schulstunde, sprich 45 Minuten, präsentierte das Duo aus Witten einen furiosen Ritt durch das Thema „Klimawandel“. Dabei ging es um Dampfmaschinen, Energie-Erzeugung, Erderwärmung, Wärmedämmung, Kohlendioxid, schmelzende Pole, LED-Technik oder den Elektro-Antrieb. Jedes Thema verbanden Bea und ihr Bühnen-Kompagnon Tobi mit einem kleinen Experiment. Da wurde ein Feuer entfacht, um Wärmedämmung von einfach oder mehrfach verglasten Fenstern zu erklären, oder anhand einer nach einem lauten Knall ziemlich zerbeulten Metalltonne gezeigt, welche Kräfte ein Vakuum entwickeln kann. Am Ende stand Tobi, der mit vollem Namen Tobias Happe heißt, dank magnetischer Schuhe sogar auf dem Kopf.

„Denkt an unser Klima!“,

Kurz darauf endete die spektakuläre Show mit einer Botschaft: „Denkt an unser Klima!“, rief Tobi seinem Publikum zu. Zuvor hatte er schon deutlich gemacht, dass das nicht jeder tut: „Für den Klimawandel sind wir alle verantwortlich. Da kann ein Mann mit orangefarbenen Haaren sagen, was er will“. Gemeint war US-Präsident Donald Trump, der nicht unbedingt als Verfechter des Klimaschutzes gilt.

Das war nur einer von vielen flotten Sprüchen, mit denen Tobi und Bea – die vollständig Beatrice Kaps-Zurmahr heißt – die 15- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler schnell auf ihre Seite holten. Das rund 200-köpfige Publikum bedankte sich am Ende bei dem „Physikanten“ mit einem ordentlichen Applaus .

Die spektakuläre Klima-Show mit dem Titel „Heiß“ machte die Creativ-Werkstatt Jugendkunstschule Herten möglich, die die „Physikanten“ nach Herten eingeladen hatte. „Ich kannte das Duo bereits und wollte es unbedingt hierhin holen“ so Creativ-Werkstatt-Leiter Thomas Buchenau. Seine Idee kam bei den Schülern an. „Ich fand das total interessant, vor allem die Experimente. So kapiert man auch mal Zusammenhänge, die in der Theorie nur schwer nachvollziehbar sind“, zeigte sich die 17-jährige Ann-Kathrin begeistert.

Das war auch Thomas Buchenau, der prompt eine neue Idee hatte: „Das war so spannend. Warum kann man so etwas nicht auch mal für Erwachsene anbieten?!“

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