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Klasse Musiker, tolle Improvisationen: Daniel Herskedal an der Tuba und seine Kollegen begeistern in der Kaue.

Schlägel & Eise

Tuba sorgt für spannende Jazz-Klänge

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HERTEN - Man kennt sie aus Sinfonieorchestern, Militärkapellen und traditionellen Bläser-Ensembles, aber eher weniger aus dem modernen Jazz: die Tuba. In welchen Klangwelten sie sich zuhause fühlt, bewies jetzt der norwegische Jazzmusiker Daniel Herskedal in der Schwarzkaue der Zeche Schlägel & Eisen.

„Er ist einer, der sein Instrument und auch den Jazz – wenn es denn noch Jazz ist – in andere Sphären erhebt“, kündigte ihn Bernd Zimmermann, künstlerischer Leiter der Konzertserie „Fine Art Jazz“, an.

Auf der Bühne wurde Herskedal unterstützt von Bergmund Waal Skalien an der Bratsche, Eylof Dale am Klavier und dem Percussionisten Helge Andreas Norbokken. Dessen Schlagzeug-Ersatz bestand aus verschiedenen europäischen Trommeln, afrikanischen Handtrommeln, Becken, kleinen Gongs, Autofelgen und viel Handpercussion.

Wie aus einem Wikinger-Film

Es begann mit leichten Klavierakkorden. Ein Rhythmus mit Kuhglocke, Djembé und Tempelglocken kam dazu. Darüber entfaltete sich eine Melodie von der Bratsche und der Tuba. Die skandinavische Ruhe und Gelassenheit dieser Melodie bot zusammen mit dem sehr lebhaften Rhythmus von Klavier und Percussion eine so ungewöhnliche wie reizvolle Kombination.

Ein anderes Mal sorgte die Tuba zusammen mit dem druckvollen Donner von drei tiefen Trommeln für energiegeladene Stimmung. So wie dieser Song an das harte Leben der verwegenen Nordmänner auf See erinnerte, hätte er wirklich der Soundtrack zu einem Wikinger-Film sein können. Die vier Musiker nutzten die volle Bandbreite dessen, was ihre Instrumente ihnen boten und bewiesen in allen Songs viel Experimentierfreude.

"Ein absoluter Volltreffer"

„Es ist eine ganz tolle Band. Auch das Ambiente hier in der Kaue passt perfekt“, so Konzertbesucherin Barbara Hohmann, „die Veranstalter haben öfters solche Bands, aber die hier ist wirklich hervorragend. Und es ist nicht so schräg wie in manchen anderen Jazz-Richtungen.“

Auch Andreas Schneider fand auf Anhieb Gefallen an dem außergewöhnlichen Konzert: „Eine der allerbesten Bands der Serie. Vor allem der Arbeitsplatz des Percussionisten ist genial, viel interessanter als ein normales Schlagzeug. Und der Bratschist ist genial. Die Band ist ein absoluter Volltreffer.“

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