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Wunderschön blüht derzeit die alte Sternmagnolie vor dem Schloss Herten. Gar nicht schön sind hingegen die drei großen Müllcontainer in der Vorburg, die das Bild von Hertens Wahrzeichen erheblich beeinträchtigen.

Schloss Herten

Gesucht: Standort für Müllcontainer

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HERTEN - Das altehrwürdige Wasserschloss ist ein Pfund, mit dem Herten wuchert. Zurecht, besticht es doch als stilvoller Ort für klassische Konzerte und Hochzeitsfeiern. Auch beim Pfingstmarkt bietet das denkmalgeschützte Gemäuer eine spektakuläre Kulisse. Nicht zuletzt ist der einstige Herrensitz als Fotomotiv bei Besuchern des Schlossparks beliebt – ein Hingucker eben. Dass die Betrachter dieses historischen Kleinods von drei riesige Müllcontainern begrüßt werden, ist ein Wermutstropfen.

Die Container sind unübersehbar: Wer über die Brücke in die Vorburg schreitet, hat sie im Blick und folglich auch im Bild. Das ärgert auch Markus Liptow, den Pächter der Schloss-Gastronomie. Seit Ende 2014 betreibt er das Lokal. „Und schon beim Vorpächter standen die Müllcontainer da.“

Des Öfteren hat er deswegen das Gespräch mit dem Landschaftsverband (LWL) gesucht und gebeten, die Container weniger prominent zu platzieren. Doch es gab keine Einigung. „Mir ist beim Standort nur wichtig, dass mein Personal den Müll nicht allzu weit schleppen muss.“ Wenn Gesellschaften sich über die hässlichen Behälter beklagen, verkleidet er sie einstweilen mit Schilfmatten. „Ich würde auch Lebensbäume drumrum pflanzen, doch das wurde abgelehnt.“

Auf Anfrage unserer Zeitung teilt eine LWL-Sprecherin mit, dass das Problem bekannt und der aktuelle Standort der Container ein Kompromiss sei. „Wir suchen gemeinsam mit dem Pächter eine Lösung.“ Dabei müssten diverse Aspekte – von Brand- bis Denkmalschutz – beachtet werden. „Das heißt, wir müssen uns umfassendere Gedanken machen. Das braucht Zeit. Wir bitten um Verständnis und Geduld.“

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