Im Schlosspark

Roteichen und eine Kastanie fallen

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Herten - Kreischende Motorsägen auf den Alleen im Park zeugen ab heute davon, dass ein paar Bäume sterben müssen, die allerdings ohnehin mehr tot als lebendig sind. Es handelt sich um vier Roteichen und eine Kastanie, die so krank sind, dass keine Rettung mehr möglich ist.

Zu diesem Schluss jedenfalls ist Lars Kuhnt gekommen, der als Sachverständiger für die Stadt Diagnosen für Gehölze stellt und deren Vitalität, Stand- und Bruchsicherheit sowie Fehlentwicklungen und einen möglichen Befall mit Pilzen und anderen Organismen beurteilt.

Zahlreiche Rosskastanien im Schlosspark mussten bereits gefällt werden. Schuld daran war oft ein Bakterium namens Pseudomonas, das schon viele Rosskastanien auf dem Gewissen hat und den gesamten Bestand gefährdet. Nun muss aus Sicherheitsgründen eine weitere Kastanie aus der Allee entfernt werden. Der Baum leidet nicht nur unter besagtem Pseudomonas-Befall. Zusätzlich hat der Experte einen Weißfäule erzeugenden Pilzbefall durch Austernseitlinge und Samtfußrüblinge festgestellt. Aufgrund der starken Ausdehnung sowie Aggressivität der holzzerstörenden Pilze sollte die Kastanie noch in dieser Saison gefällt werden, diagnostizierte Lars Kuhnt – und das geschieht nun auch.

Des Weiteren werden morgen im Schlosspark die bereits im Oktober begonnenen Baumfällarbeiten an der Roteichenallee fortgesetzt. Hier ist eine Firma im Auftrag des Zentralen Betriebshofs (ZBH) am Werk. Die Fällungen von vier Roteichen wurden im jährlichen Baumzustandsbericht der Stadt angekündigt. Es handelt sich um vier Bäume, die unter Stamm- und Wurzelfäule leiden und auch von Pilzen befallen sind. Im Gegenzug werden zehn neue Eichen gepflanzt.

Nächste Woche stehen weitere Fällungen an. Dann werden auf der Baumtreppe am Rathaus sieben morsche und beschädigte Lederhülsenbäume entfernt. Rund 10.000 Bäume stehen im Stadtgebiet im öffentlichen Raum. Wird einer davon gefällt, reagieren viele Bürger bestürzt. Daher bemüht sich die Stadtverwaltung um Transparenz, erläutert und begründet anstehende Arbeiten im jährlichen Baumzustandsbericht. Priorität hat die Sicherheit der Bürger, sodass es auch zu spontanen Fällungen kommt, wenn ein kranker oder beschädigter Baum eine Gefahr darstellt. Zugesetzt haben den Pflanzen in den letzten Jahren vor allem Stürme und Trockenheit. Geschädigte Bäume sind besonders anfällig für Bakterien- oder Pilzbefall, die ihnen dann oft den letzten Rest Lebenskraft entziehen.

Rubriklistenbild: © Foto Witte

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