Schülercafé

„BarLu“ ist nur noch katholisch

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HERTEN-PASCHENBERG - Vor mittlerweile sechs Jahren öffnete an der Husemannstraße das „BarLu“. Das Schülercafé entwickelte sich schnell zu einem Fixpunkt für Schüler und Jugendliche aus dem Stadtteil. Die Einrichtung war von Beginn an ein ökumenisches Projekt. Das ist nun aber vorbei. Zum Jahreswechsel zog sich die evangelische Kirche zurück.

„Hauptsächlich aus Kostengründen“, wie Pfarrer Bernhard Stahl auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt. Zudem habe sich durch den Zusammenschluss zur großen Christusgemeinde auch strukturell einiges verändert. Bis dahin fand in dem Schülercafé Konfirmanden-Unterricht statt, nun aber verteilt sich dieser an die Ackerstraße in Langenbochum und die Erlöserkirche in Herten-Süd, wie Stahl erklärt.

Letztlich konnte und wollte man den bereits vor einem Jahr stark erhöhten Mietpreis nicht mehr mittragen. „Das haben wir ein Jahr probiert, können das jetzt aber einfach nicht mehr vertreten“, sagt Bernhard Stahl. Der Pfarrer betont aber auch, es sei schade, dass man sich zurückziehen musste. Die katholische St.-Antonius-Gemeinde hatte schon im Vorfeld entschieden, im Falle des Ausstiegs der evangelischen Kollegen das Schülercafé allein weiterführen zu wollen. „Daher kam das jetzt alles nicht so plötzlich“, erklärt Pfarrer Norbert Mertens. Die rund 7000 Euro Betriebskosten wolle man durch Spenden finanzieren. Trotz des Rückzugs bleibe der Name bestehen. „BarLu“ entstand 2013 aus den Namen der beiden Kirchen im Stadtteil: St. Barbara (katholisch) und Lutherkirche (evangelisch). Und mit Pastoralreferent Raimund Knoke steht den Schülern und Jugendlichen dort auch weiterhin ein fester Ansprechpartner zur Verfügung.

Wer das Schülercafé „BarLu“ finanziell unterstützen möchte, kann an folgendes Konto spenden: Pfarrei St. Antonius, Stichwort „BarLu“, IBAN: DE 70 4226 0001 7100 3356 05

Norbert Mertens ist schließlich eins auch mit Blick auf die Zukunft wichtig: „Auch wenn das Café nun ausschließlich in katholischer Trägerschaft ist, bleibt es selbstverständlich offen für alle.“

Rubriklistenbild: © Daniel Maiß

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