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41. Hertener Weinmarkt in der Innenstadt. 10092017 Foto: Danijela Budschun

Sonntag gut besucht

Weinmarkt leidet unterm Wetter

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HERTEN - Zu viel Wasser im Wein – auf diese Formel lässt sich der diesjährige Weinmarkt wohl bringen. Zumindest für Freitag und Samstag, denn an beiden Tagen machte der anhaltende Regen den Winzern einen Strich durch die Rechnung.

Eine „verhaltene Bilanz“ zieht Frank Philipp denn auch am Sonntag. „Heute ist’s ja ganz ordentlich“, findet der Organisator des 41. Weinmarkts. Das schöne Wetter sorgt für ein bestens besuchtes Weindorf am Antoniusdenkmal. Auch Waltraud und Bernd Müller sowie Andrea und Norbert Kellner genießen dort edle rote und weiße Tropfen. Den Weinmarkt besuchen die Langenbochumer regelmäßig: „Wir waren in den letzten Jahren jedes Jahr da“, erzählt Waltraud Müller. Auch, weil der Weinmarkt ein bisschen den Charakter eines Klassentreffens habe: „Man trifft alle die, die man sonst nie sieht“, sagt Norbert Kellner. Gute Freunde sind auch Klaus Kranold und Christa Jöhring sowie Inge und Werner Mölders. Aus Gelsenkirchen-Erle haben sie sich zum Weinmarkt aufgemacht. „Ich habe sie im vorigen Jahr hergelockt, da haben wir ein paar schöne Stündchen hier verbracht“, erzählt Christa Jöhring. Sie sind ein weiteres Mal angetan vom Weindorf am Anton: „Sehr schön“, findet Inge Mölders.

Viele Kunden beim verkaufsoffenen Sonntag

Während die Winzer für die Getränke verantwortlich zeichnen, sorgen diverse Gastronomen für eine Speisenvielfalt, die von Bratwurst, Flammkuchen und Döner bis zu Crèpes und mit Schokolade überzogenem Obst reicht. Ein Kinderkarussell, ein Bungee-Trampolin und bunte Aquaballs, mit denen man übers Wasser rollen kann, unterhalten die Kleinen. Musik rundet das Programm ab. Hinzu kommt der verkaufsoffene Sonntag, bei dem sich Christoph Ules vom gleichnamigen Sportgeschäft über zahlreiche Kunden freut: „Ich bin sehr zufrieden, ich habe eine sehr hohe Frequenz im Geschäft.“ Gleichwohl zeigt der Kaufmann Mitgefühl für die Winzer: „Die haben mir schon leidgetan. Sie sind mehr als 400 Kilometer angereist, übernachteten im Hotel und haben dann so ein Pech mit dem Wetter.“ „So ist es halt, wir können ja kein Wetter machen“, sagt Hildegard Winkler vom Weingut Winkler in der Südpfalz. Seit vielen Jahren schon beschicken die Winklers den Hertener Weinmarkt, erzählt die Winzerin. Sie hofft, mit dem Sonntagsumsatz zumindest die Standgebühr und die Hotelkosten reinzuholen. Sonntagabend geht es für Winklers auch direkt nach Hause, denn es steht viel Arbeit an am Montag, sagt Hildegard Winkler: „Weinlese!“

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