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Sperrbezirk

Hertener Imker sind wegen Faulbrut in Sorge

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HERTEN/MARL - In zwei Bienenständen in Herten ist der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut festgestellt worden. Für Menschen und andere Lebewesen ist diese bakterielle Seuche ungefährlich. Auch der Verzehr von Honig ist unbedenklich. Bei Bienen sorgt die Faulbrut jedoch zu einer Zersetzung der Larven.

Die Faulbrut kann sich schnell von einem Bienenvolk zum nächsten verbreiten. Das Kreisveterinäramt verhängte daher am Freitag (12.4.) einen Sperrbezirk. Dieser umfasst einen großen Teil des Hertener und einen kleinen Teil des Marler Stadtgebietes.

Lebende und tote Bienen dürfen nicht in diesen Bereich gebracht oder herausgebracht werden. Ferner dürfen Wabenteile, Wachs, Honig, Futter, Gerätschaften usw. nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Das soll die Ausbreitung verhindern.

Rund 300 Völker betroffen

Bienensachverständige müssen jetzt alle Bienenvölker im Sperrbezirk untersuchen. Auf Arnold Berghaus und seine Kollegen kommt also viel Arbeit zu. Berghaus ist Bienensachverständiger und zugleich Vorsitzender des Hertener Imkervereins. „Unsere Mitglieder sind mit etwa 200 Völkern betroffen“, sagt Berghaus.

Er schätzt, dass sich im Sperrbezirk noch etwa 100 weitere Bienenvölker von anderen Imkern befinden. Sie alle müssen einzeln begutachtet werden. „Im Verdachtsfall wird eine Probe ins Labor geschickt“, erklärt Berghaus. Danach entscheidet der Kreisveterinär, ob das Volk durch gezielte Maßnahmen zu retten ist oder ob es vernichtet werden muss.

Honig ist unbedenklich

„Wir hoffen alle, dass die Faulbrut früh genug erkannt wurde und sich nicht ausbreitet“, sagt der Scherlebecker. Er betont, dass es völlig unbedenklich sei, schon fertig produzierten Honig bei Imkern zu kaufen und zu verzehren.

Der Sperrbezirk umfasst grob gesagt das gesamte nördliche Hertener Stadtgebiet. Den südlichen Rand des Bezirks bilden von der Stadtgrenze Gelsenkirchen im Westen bis zur Stadtgrenze Recklinghausen im Osten folgende Straßen: Resser Weg, Konrad-Adenauer-Straße, Gartenstraße, Feldstraße, Über den Knöchel, Scherlebecker Straße. Im Norden reicht der Sperrbezirk über die Stadtgrenze hinaus auf das Marler Gebiet bis zum Linder Weg/ Langenbochumer Straße.

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