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Wie hier in Westerholt soll es mittelfristig auf allen Hertener Sportanlagen Kunstrasen geben.

Sportstätten-Konzept

Die Wogen sind geglättet

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HERTEN - Vor zwei Wochen sorgte in der Sport-Szene die Nachricht für Aufsehen, dass sich die Stadt Herten um Fördergelder für einen Kunstrasen-Fußballplatz im Katzenbusch bewirbt. Der Beigeordnete für Bildung und Soziales, Dr. Karsten Schneider, hatte diese Information im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung an die Politiker weitergegeben. Doch sie blieb nicht lange „unter dem Deckel“.

Vor allem der SuS Bertlich und der SC Herten (Paschenberg), deren Sportanlagen einen erheblichen Sanierungsstau aufweisen, machten ihrem Frust Luft.

Inzwischen haben sich die Wogen geglättet. Zwei Entwicklungen tragen dazu bei: Zum einen hat die Stadt Herten den Vereinen bei einer Sport-Konferenz am 28. Februar weitreichende Zugeständnisse gemacht. Deren Umsetzung wird Jahre dauern und Millionen kosten.

Zum anderen hat die SPD-Fraktion ein Bündel von Maßnahmen als Antrag in den Rat eingebracht. Da die Sozialdemokraten dort die Mehrheit haben, können sie dieses Maßnahmenpaket auch selbst beschließen. Aber der Reihe nach: Im vergangenen Jahr stellte die Stadtverwaltung ein Sportkonzept vor, das bei den meisten Vereinen auf massiven Widerstand stieß. Der Rat stoppte die Planung.

Die Sport-Konferenz am vergangenen Donnerstag war als Neuanfang gedacht. Eine zentrale Ankündigung des städtischen Fachbereichsleiters Peter Brautmeier war es, dass die Sportplätze des SC Herten und des SuS Bertlich nicht geschlossen, sondern saniert und mit Kunstrasen ausgestattet werden sollen. Profitieren soll zum Beispiel auch Blau-Weiß Westfalia Langenbochum mit sanierten Umkleiden und einem zweiten Kunstrasenplatz.

Alle Planungen unter Beteiligung der Vereine

Unterfüttert wird die städtische Planung durch den erwähnten Ratsantrag der SPD. Dieser sieht Folgendes vor: Umwandlung aller Tennenplätze („Ascheplätze“) und aller Tennenlaufbahnen in Kunstrasenplätze und Kunststofflaufbahnen. Die Stadtverwaltung soll eine Prioritätenliste erarbeiten.

Auch für die Sanierung und Erweiterung von Umkleiden soll die Stadt eine Planung vorlegen. Die SPD sieht besonderen Handlungsbedarf beim SC Herten und bei Vestia Disteln.

Es soll auch einen Fahrplan für die Errichtung weiterer Kunstrasenplätze (Fußball) und Kunststofflaufbahnen (Leichtathletik) geben.

All diese Planungen soll die Stadt unter Beteiligung der Vereine erstellen und dem Rat zum Beschluss vorlegen.

Des Weiteren will die SPD die finanzielle Ungleichbehandlung der Vereine beim Kunstrasenbau beenden. Die Verpflichtung des SV Westerholt, 25.000 Euro zu zahlen, soll aufgehoben werden. Dem SV Vestia Disteln, der 100.000 Euro per Kredit finanziert hatte, soll die Stadt Herten anbieten, die Restschuld zu übernehmen. SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Bugzel und Ratsherr Wolfgang Kumpf betonen: „Wichtig ist, dass die Vereine nun wieder Planungssicherheit bekommen und die Stadtverwaltung wieder als verlässlicher Partner gesehen wird.“ Die Vereine sollen wieder in Ruhe ihrer „wichtigen ehrenamtlichen Tätigkeit“ nachgehen können.

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