Stellenausschreibung

Für den "Spielkäfer" besteht Hoffnung

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HERTEN - Die Stadtverwaltung hat Schritte unternommen, damit der „Spielkäfer“ möglichst bald doch noch an den Start gehen kann. Die Ausschreibung für die Leitungsstelle werde in wenigen Tagen veröffentlicht, sobald alle beteiligten Stellen im Rathaus zugestimmt haben, erklärt Bürgermeister Fred Toplak im Gespräch mit unserer Zeitung.

Wie berichtet, kann der „Spielkäfer“ im 26. Jahr seines Bestehens nicht planmäßig zu den täglichen wechselnden Stationen im Stadtgebiet aufbrechen. Es steht aktuell keine Fachkraft zur Verfügung, die die rechtliche und pädagogische Verantwortung trägt und die Honorarkräfte anleitet.

Zwar hat die Stadt im Jahr 2017 eine Sozialarbeiterin für diese Aufgabe eingestellt. Diese stehe aktuell jedoch aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung, erläutert Toplak. Ungeachtet dessen gelte die Personalstelle formal als besetzt. Die zusätzliche Einstellung einer Fachkraft sei somit nicht ohne Weiteres möglich.

Jedenfalls soll eine Stellenausschreibung für eine zeitlich befristete Neubesetzung in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Damit ist aber noch längst nicht sichergestellt, dass auch tatsächlich schnell jemand eingestellt werden kann. Corina Plötz aus der städtischen Pressestelle betont, dass es sich in der Vergangenheit „als äußert schwierig herausgestellt“ habe, für solch einen sehr kurzen Zeitraum eine fachlich hoch qualifizierte Kraft zu finden. Es würden daher auch andere Lösungen geprüft, etwa eine Kooperation mit freien Trägern.

Der „Spielkäfer“ ist üblicherweise von den Oster- bis zu den Herbstferien in Herten unterwegs. Das rote Spielmobil fährt vorrangig Ortsteile an, in denen es soziale Probleme gibt. Es ist dort nicht nur eine beliebte Freizeitmöglichkeit für die Kinder, sondern oft auch ein wichtiger Treffpunkt für Eltern.

Die bisher nicht erfolgte Nachbesetzung der Stelle hatte die Politik auf den Plan gerufen. In einem gemeinsamen Ratsantrag forderten die Fraktionsvorsitzenden Martina Ruhardt (Linke) und Martina Herrmann (Grüne) „kurzfristige Entscheidungen“, um den Einsatz des Spielkäfers sicherzustellen.

Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Carsten Löcker griff in einer Stellungnahme Fred Toplak an: „Der Bürgermeister ist unmittelbar für die faktische Stilllegung des Spielkäfers verantwortlich.“ Nun ducke er sich weg und schiebe anderen die Verantwortung in die Schuhe.

Toplak widerspricht. Er betont, er habe frühzeitig die Verantwortlichen im Sozialbereich aufgefordert, Möglichkeiten zu suchen, wie ein Freizeitangebot für die Kinder sichergestellt werden kann.

Rubriklistenbild: © Frank Bergmannshoff

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