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Streik

Erzieherinnen der AWO gehen auf die Barrikaden

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HERTEN - Weil sie mit ihrer Entlohnung durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) unzufrieden sind, treten die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Offenen Ganztags (OGS) in den Streik. Wie berichtet, bleiben in den Betreuungseinrichtungen der Grundschulen am Dienstag, 29. Januar, die Lichter aus. Betroffen sind aber auch die derzeit sieben Kindertagesstätten, die die AWO in Herten betreibt.

Einerseits aus Solidarität mit den OGS-Kollegen, andererseits aus Unzufriedenheit mit den eigenen Gehältern und Arbeitsbedingungen, fahren viele Kita-Teams am Dienstag (29.1.) mit den OGS-Mitarbeitern nach Düsseldorf. Sie folgen dem Streik-Aufruf der Gewerkschaft Verdi. Anlass bieten die Tarifverhandlungen, die zwischen Verdi und AWO im DGB-Haus in Düsseldorf geführt werden.

In Herten stellt sich die Situation am Streiktag laut AWO-Sprecherin Sandra Schubert wie folgt dar:

  1. In den Kitas Gartenstraße, Teichstraße und Scherleburg werden eventuell einzelne Mitarbeiter am Streik teilnehmen, dies wird jedoch keine Auswirkungen auf den Kita-Alltag haben. Die Einrichtungen haben ganz normal geöffnet.
  2. In der Kita Am Wilhelmsplatz werden einzelne Kolleginnen am Streik teilnehmen. Es gibt ein Angebot für Eltern, deren Kinder Betreuung benötigen.
  3. Die Kitas Königsberger Straße, Paschenbergstraße und Ewaldstraße streiken. Alle Kinder, die eine Betreuung benötigen, werden zentral in der Kita Paschenbergstraße betreut. Frank Drewa, Leiter der Kita Ewaldstraße, stellt mit Mitarbeiterinnen, die nicht am Streik teilnehmen, die Betreuung der Kinder sicher.

Für die OGS gilt, dass am 29. Januar alle Einrichtungen geschlossen bleiben. Die Eltern von knapp tausend Grundschulkindern müssen sich an diesem Tag nach dem Unterricht selbst um ihre Sprösslinge kümmern oder sie anderweitig unterbringen. „Eltern, die keine alternativen Betreuungsmöglichkeiten haben, können mit der OGS-Einrichtungsleitung ins Gespräch gehen, um nach einer Lösung zu suchen“, empfiehlt Sandra Schubert.

Die AWO ist als Trägerin der OGS in Herten für deren personelle Ausstattung zuständig. Sie bezahlt die Erzieherinnen, die dort tätig sind, bedeutend schlechter als jene in den AWO-Kitas – trotz gleicher Qualifikation. Dass sie zwei Gehaltsstufen von ihren Kita-Kollegen trennen, wollen die OGS-Mitarbeiter nicht länger hinnehmen. Seine pädagogischen Kita-Kräfte wiederum entlohnt der Sozialverband deutlich schlechter, als etwa städtische oder konfessionelle Einrichtungen ihre Angestellten bezahlen.

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