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Thomas Reiter im Jahr 2006 in Cape Canaveral (Florida) vor dem Einstieg ins Space Shuttle zur ISS.

Thomas Reiter kommt am 7.Januar

Astronaut „landet“ mit dem Zug

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HERTEN - Er ist eine Ikone der Raumfahrt: Thomas Reiter war der erste Deutsche, der eine Raumstation verließ und durch den Weltraum schwebte. Und Reiter hielt auch lange den Rekord als Mensch mit der längsten Gesamtaufenthaltsdauer im All: 250 Tage. Gerade eben erst wurde er von Alexander Gerst abgelöst (262 Tage).

Auch nach seiner Zeit als aktiver Raumfahrer ist Thomas Reiter ein international äußerst gefragter Gast. Insofern ist es ein echtes Ereignis, dass der 60-Jährige am Montag, 7. Januar, nach Westerholt zur Martin-Luther-Sekundarschule kommt. „Ich freue mich sehr, dass es jetzt klappt“, sagt Rektor Hermann Kuhl, der ein Jahr lang auf diesen Tag hingearbeitet und hingefiebert hat. Immer wieder wurden Termine angepeilt und verworfen.

Überhaupt ist es keine Selbstverständlichkeit, dass es eine vergleichsweise kleine Schule auf den Terminplan des Astronauten schafft. Doch Hermann Kuhl warf die vielen Raumfahrt-Aktivitäten der Westerholter Schule und all den damit verbundenen Enthusiasmus in die Waagschale. So gibt es auf dem Gelände eine spezielle Lernlandschaft mit dem Raketen-Kletterturm „Ariane“ und einem „Ariane-Aerospace“-Pavillon. Beides wurde im September von einem ehemaligen Raumfahrt-Ingenieur des Airbus-Konzerns eröffnet.

Fragen an den prominenten Gast sind erlaubt

Thomas Reiter flog 1995 zur russischen Raumstation MIR und neun Jahre später zur internationalen Raumstation ISS. In Westerholt landet er am 7. Januar aber nicht mit dem Space Shuttle, sondern er kommt mit der Bahn. Ein Lehrer holt ihn in Dortmund vom Bahnhof ab. „Der Zug ist hoffentlich genauso zuverlässig wie die ISS“, unkt Hermann Kuhl. Reiter hat an der Martin-Luther-Schule 90 Minuten Zeit, bevor weiter muss nach Frankfurt. Er wird vor den Neunt- und Zehnklässlern einen Vortrag halten. Es folgt ein offener Teil, an dem auch alle anderen Schüler teilnehmen können. Fragen an den prominenten Gast sind natürlich erlaubt.

Für Hermann Kuhl hat Reiters Besuch noch eine zusätzliche Bedeutung. Er soll den Titel „Europaschule“, den die Martin-Luther-Schule trägt, weiter mit Leben füllen. Schließlich steht die Raumfahrt für gelungene europäische und internationale Zusammenarbeit, für Frieden und Völkerverständigung.

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