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Die Süder Grundschule/Standort In der Feige. Foto: Martin Pyplatz

Umstrittene Bauvorhaben

Konstruktive Diskussion über Schul- und Kita-Planung

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Herten - Die nicht-öffentliche Versammlung zur Neuplanung der Schul- und Kita-Landschaft im Hertener Süden ging am Dienstagabend (30.10.) recht harmonisch über die Bühne. Das war nicht unbedingt zu erwarten. Monatelang hatte es in Politik und Bürgerschaft hitzige Diskussionen gegeben, insbesondere über den geplanten Kita-Bau an der Süder Grundschule.

Am 2. Oktober stoppte die Politik alle Planungen. Seither wird hinter den Kulissen eifrig diskutiert, gerechnet, gebastelt, Überzeugungsarbeit geleistet...

Am Dienstagabend saßen nun Leitung und Elternpflegschaft der Schule, Leitung und Elternbeirat der städtischen Kita „Pusteblume“ (Wörthstraße), Anwohner-Vertreter der Feige-Siedlung sowie die versammelte Führungsriege der städtischen Bau-, Sozial- und Schulverwaltung am Tisch, allen voran Bürgermeister Fred Toplak. Publikum war nicht zugelassen, wohl aber die Hertener Allgemeine zur Unterrichtung der Öffentlichkeit. Toplak warb für eine unvoreingenommene, sachliche Debatte – und fand Gehör.

Ausgehend von der Kita-Planung auf dem Schulgelände ist inzwischen die gesamte Bildungslandschaft in Herten-Süd und zusätzlich die miserable Verkehrssituation in den Blick geraten. Konkret ging es um Folgendes:

  1. Neuordnung des Geländes der Süder Grundschule: Bau einer Kita (vier- oder sechsgruppig); Neubau eines größeren Schulgebäudes (vier- oder fünfzügig, bereit für Inklusion, großer OGS-Bereich usw.); Neubau einer größeren Sporthalle.
  2. Eventuell Schließung des Schulstandortes an der Augustastraße.
  3. Vier- oder fünfgruppiger Neubau der zu kleinen, maroden städtischen Kita „Pusteblume“ an der Wörthstraße.
  4. Verkehrskonzept für die Siedlung In der Feige/Heinrich-Lersch-Straße mit zusätzlichen Parkplätzen, veränderten Verkehrsführungen usw.

Unterm Strich geht es darum, innerhalb der nächsten fünf, sechs Jahre 15 bis 20 Millionen Euro zu verbauen. Doch zunächst dreht sich alles um den Kita-Neubau an der Süder Grundschule. Und der ist mit großem Zeitdruck versehen, wie der städtische Beigeordnete für Bildung und Soziales, Dr. Karsten Schneider, betonte. 2,7 Millionen Euro an Fördergeldern von Land und Bund drohen zu verfallen, wenn der Rat nicht im November einen Baubeschluss fällt. Und, so Schneider: Der Mangel an Kita-Plätzen im Hertener Süden, vor allem westlich der Ewaldstraße, sei dramatisch.

Der Abend verlief ohne konkretes Ergebnis. Die Stadt- Vertreter präsentierten einen Entwurf, der wenig Widerspruch hervorrief. Es wurden diverse kritische Fragen gestellt. Ein klares Nein kam aber allein von der Schulpflegschaftsvorsitzenden Anne Knoche. Ihrer Ansicht nach bietet das Gelände auch bei einer Neuordnung der Gebäude nicht genug Platz für ein Nebeneinander von Kita und Schule.

Wie letztlich die Politiker entscheiden, werden die Sitzungen des Rates und seiner Ausschüsse in den kommenden Wochen zeigen. In der Mittwochsausgabe der Hertener Allgemeinen (Print/ePaper) berichten wir auf zwei Seiten ausführlich über Einzelheiten und Standpunkte.

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