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Der Hertener Alex (2.v.r.) hatte mit seinen Mitstreitern der Gruppe "Vest Help" zum Nachbarschaftsfest eingeladen.

"Vest Help"

Nachbarschaftsfest kommt gut an

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HERTEN - Wenn Alex von seinen Plänen erzählt, dann leuchten seine Augen. Der Hertener, der seit geraumer Zeit nur mit seinem Vornamen in der Öffentlichkeit erscheinen möchte, brennt für seine Ideen. Und die kommen an. Bestes Beispiel: das Nachbarschaftsfest am Samstag vor dem Bürgerhaus-Süd.

„Danke für die Einladung. Das ist ein tolles Fest, das ohne Dich nie zustande gekommen wäre.“ Thomas Boyny ist kaum angekommen, da muss er Alex einfach danken: „Obwohl wir uns gar nicht kennen, war mir das einfach ein Bedürfnis“, so der 55-Jährige, der in Süd wohnt und im Internet von dem Fest gelesen hatte. Nun lässt er sich mit seiner Frau Maria einen Dürum-Döner (gerollter Döner) schmecken und genießt die Zeit.

Alex wiegelt indessen ab: „Ohne Hilfe geht das nicht.“ Und bei diesen Worten blickt der 48-Jährige hinüber zum „Döner-Stand“. Dort tummeln sich seine Mitstreiter aus der von ihm gegründeten Facebook- Gruppe „Vest Help“ und haben gut zu tun.

Vor dem Stand hat sich eine stattliche Schlange gebildet. Da aber die „Produktion“ reibungslos läuft, muss keiner lange auf seine Rolle warten. Und das sind einige. „Ich bin positiv überrascht. Wir hatten vorher keine Ahnung, wie viele kommen würden“, so Bianca Gerwinat, die mit ihrem Mann Peter genauso zum Team gehört wie Andreas Dünker. Der dann auch erklärt, wie wichtig der Initiator ist. „Alex hat ein großes Talent, genau so etwas wie hier zu organisieren. Weil er über ein riesiges Netzwerk verfügt.“

Nächstes Jahr gibt es zwei Spieße

Alex ist Unternehmensberater und weiß, wo es sich lohnt, nach Spenden zu fragen. Beim Fest ist daher alles gesponsert und deshalb kostenfrei. Auf einem Tisch steht eine Spenden-Box, das Geld geht an das Caritas-Kinderland, der Kassensturz erfolgt dieser Tage. „Die Box ist für die, die was spenden wollen – und können. Das ist aber kein Muss“, betont der Hertener.

Gespendet wurde auch der imposante 60-Kilo-Dönerspieß. Der stammt aus Moers – genau wie Hatice Ilhan. Sie ist die rechte Hand des Dönerproduzenten, der den Spieß zur Verfügung stellte, der in drei Stunden merklich zusammenschrumpfte.

„Ich finde, dass es mehr solcher Feste geben sollte, bei denen Kulturen egal sind und man einfach eine schöne Zeit miteinander verbringt“, so Ilhan, die noch ein Geschenk dabei hatte: „Im nächsten Jahr spenden wir dann zwei Spieße.“ Bei Alex sprudeln schon die Ideen: „Dann machen wir das hier noch größer – mit Musik.“ Da ist es wieder, das Leuchten in seinen Augen.

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