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Seit 1926 gehört das Fahnenschlagen zu den Bräuchen der St.-Sebastianus-Gilde. Im vergangenen Jahr schwenkten Jan Hindrichs (l.) und Adrian Rosin die jeweils sieben Kilo schweren Gildenfahnen.

Viele Mitglieder verloren

Gildentag mit Betrübnis

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HERTEN - Die St.-Sebastianus-Gilde durchlebt Höhepunkte und Umbrüche wie lange nicht mehr: 2016 die große Feier des 350-jährigen Jubiläums mit Bischof Dr. Felix Genn; 2018 der Generationswechsel, im Zuge dessen Präfekt Wolf-Eckardt Irmer sein Amt nach mehr als 45 Jahren an Hans-Michael Offer übergab und ihn bat, die Gilde in eine gute Zukunft zu führen.

Und jetzt ein Mitgliederverlust, wie er zuletzt höchstens während der Weltkriege zu beklagen war. Durch Tod oder Krankheit verlor die Gilde in den vergangenen Monaten neun Mitglieder. Unter diesen betrüblichen Vorzeichen begeht die katholische Bruderschaft in der kommenden Woche ihren jährlichen Gildentag.

Das sogenannte „Beiern“ findet am Dienstag, 22. Januar, ab 15 Uhr statt. Einige Gildenbrüder steigen dann in den Turm der St.-Antonius-Kirche, um die Glocken in einem besonderen Rhythmus von Hand anzuschlagen. Das Beiern kündigt den Gildentag an, der am Mittwoch, 23. Januar, unter der Leitung der amtierenden Gildenmeister Josef Hilbrand und Alexander Schulte-Sasse stattfindet.

Um 15 Uhr versammeln sich die rund 140 Gildenbrüder mit ihrem Präses, Dechant Norbert Mertens, zu einer öffentlichen Messe („Gildenamt“) in der St.-Antonius- Kirche. Es folgen gegen 16 Uhr eine Prozession und das Fahnenschlagen auf dem Kirchplatz, das stets viele Zuschauer anlockt. Hubertus Grafe und Jan Hindrichs werden kunstvoll die jeweils sieben Kilo schweren Gildenfahnen schwenken.

Bei der anschließenden Generalversammlung im Glashaus stehen Berichte und Neuaufnahmen an. Mitglied werden Peter Haselhuhn, Paul Galbierz, Gerd Luthe, Dr. Thomas Sander, Johannes Brügge und Christian Volmer. In dem obligatorischen Vortrag geht es diesmal um den deutschen Steinkohlenbergbau. Es referiert Georg Maier, ehemaliger Markscheider bei der RAG.

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